Fechten: Im Geist des Lehrmeisters
VON GERHARD PICK - zuletzt aktualisiert: 28.01.2009Bei den Fechtern des Remscheider SV ist ein Nachfolger für den ausgeschiedenen Fecht-Meister Franz Marx gefunden. Der 32 Jahre alte Maik Helsper wird sich in Zukunft um die Talentförderung beim RSV kümmern.
Verheißungsvoll beginnt das neue Jahr für die Fechter des Remscheider SV. Mit dem 32 Jahre alten Maik Helsper präsentiert Abteilungsleiter Jörg Thomé den Nachfolger des Mitte vorigen Jahres ausgeschiedenen belgischen Fecht-Meisters Franz Marx. Lange genug hat es gedauert, bis sich Thomé und Helsper zu diesem Schritt entschlossen, denn seit August vorigen Jahres arbeiten sie bereits zusammen. Zeit genug, um sich kennenzulernen und herauszufinden, ob die Zusammenarbeit klappt und Helsper tatsächlich der Mann ist, der dem 70-jährigen Remscheider Altmeister Thomé dabei helfen kann, ein wenig kürzer zu treten.
Fechten im RSV
Die Trainingszeiten: montags 18. bis 21.30 Uhr (Florett/Degen), dienstags 18 bis 20 Uhr (Anfänger) und 20 bis 21.30 Uhr (Degen) und donnerstags 18 bis 20 Uhr (allgemein) Di 20.00-21.30.
Die Trainingsstätte: Karl-Kind-Schule, Gewerbeschulstraße 1, Remscheid.
Die Voraussetzungen sind ausgezeichnet, denn Helsper ist indirekt Schüler Thomés. Zwar begann er als Sechsjähriger mit dem Säbelfechten in Koblenz und wurde dort auch Stadt- und Landesmeister, doch als Zwölfjähriger endete vorerst die Fechter-Karriere. Die nahm er erst wieder auf, als er 1998 zum Studium nach Wuppertal zog und sich bei Stefan Quell, einem ehemaligen Fechtschüler Thomés, in der dortigen Uni-Fechtgruppe anmeldete. Hier traf er auch Franz Marx, der neben seinen Aufgaben beim RSV auch die Uni-Fechter zweimal im Monat trainierte. Wenngleich er bei dem Belgier sogar Einzelunterricht nahm, beeinflusst fühlt er sich vom Remscheider Altmeister Jörg Thomé. Zwei Jahre lang genoss er die Möglichkeiten, wieder mit Säbel und Florett zu fechten und an Turnieren teilzunehmen. Bis die Wuppertaler 2000 einen neuen Übungsleiter im Hochschulsport für den Bereich Fechten suchten – und ihn beinahe gegen seinen Willen nominierten.
Eine reizvolle Aufgabe, findet Maik Helsper auch heute noch. Aber an der Bergischen Universität hat er mit Erwachsenen zu tun, beim RSV vorwiegend mit Kindern und Jugendlichen. So ist auch die neue Aufgabe in Remscheid höchst attraktiv für den Wuppertaler, der beim RSV in die Fußstapfen von Franz Marx treten möchte. Der hatte sich vorwiegend mit Talentförderung befasst und Jörg Thomé bei seinen Versuchen unterstützt, Basisarbeit und die Förderung talentierter und ehrgeiziger Fechter miteinander zu verbinden.
Hier setzt auch Maik Helsper an. Im Geist seines Lehrmeisters wolle er seine Schüler lektionieren. Es gehe darum, dass die Kinder Spaß hätten am Fechtsport, denn dann könnten sie auch die von ihm erwarteten Leistungen bringen. Daraus spricht der Ehrgeiz, mit dem es Jörg Thomé über drei Jahrzehnte gelang, immer wieder Top-Fechter auszubilden. Dahin möchte auch sein neuer Mitstreiter kommen, der neben seinen Trainer-Aktivitäten in Wuppertal und Remscheid auch selbst aktiv bleibt. So tritt er in der kommenden Woche bei einem Turnier in Bochum an.
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