Motorsport: Klassensieg für Jerlitschka
VON JÖRG UFER - zuletzt aktualisiert: 23.07.2010Bei der ADAC Eifel-Rallye sorgt der Remscheider Paul Jerlitschka für eine Überraschung. Mit seinem Partner Dietmar Moch gewinnt er die Youngtimer-Wertung. Glück im Unglück hatten Rudi Hachenberg und Tanja Neidhöfer.
Sehr erfolgreich verlief für die heimischen Teams die ADAC Eifel-Rallye, dem vierten Lauf zur Deutschen Meisterschaft. Der Remscheider Paul Jerlitschka und Beifahrer Dietmar Moch aus Kürten siegten in der Youngtimer-Wertung und belegten darüber hinaus den hervorragenden 25. Gesamtrang. Norbert Zaremba belegte in seiner Klasse den dritten Platz, während Rudi Hachenberg Achter der Gesamtwertung wurde.
Vor dem Start zu einer der längsten Rallyes Deutschlands hatte Dietmar Moch ein ungutes Gefühl. "Ein Zylinder läuft nicht richtig, wir befürchten, bald aufgeben zu müssen." Doch das Ford Escort-Duo absolvierte eine Wertungsprüfung nach der anderen und hatte auch noch das Glück des Tüchtigen. Etliche Mitfavoriten bei den Youngtimern mussten vorzeitig die Segel streichen.
Nächster Termin
Am 6. und 7. August findet in Hillesheim/Vulkaneifel die 39. ADAC Rallye Oberehe statt. Die Gesamt-Streckenlänge (mit Einführungsrunde) beträgt 196,09 Kilometer, einschließlich sechs Wertungsprüfungen über 32,78 km.
Lose Schrauben entdeckt
Jerlitschka/Moch hingegen warf ein Getriebeproblem nicht aus der Bahn. "Wir entdeckten noch rechtzeitig ein paar lose Schrauben, die Reparatur kostete nur 30 Strafsekunden", erklärte Jerlitschka. Und dass der Motor gehalten hatte, glich einem Wunder. "Das Ventil im ersten Zylinder hätte eigentlich abreißen müssen. Wir vermuten einen Folgeschaden nach dem Bruch der Ventilfederführung bei der letzten Veranstaltung."
Ebenfalls bei den Youngtimern starteten Norbert Zaremba und Georg Kehren mit dem Opel Ascona. Auch der Remscheider klagte über Motorprobleme. "Wir hatten zu wenig Leistung und mussten den Kurvenspeed dafür erhöhen. In einigen Ecken war es auf des Messers Schneide, aber wir sind angekommen und Dritter von zwölf in der Klasse geworden." Nach zwei Monaten Pause gingen Rudi Hachenberg und Tanja Neidhöfer mit dem Mitsubishi Lancer an den Start. Kurz nach Beginn der dritten Wertungsprüfung kam das Duo von der Bahn ab. "Wir hatten einen Abzweig verpasst und rauschten in einen Feldweg. Gott sei Dank haben wir nichts getroffen, aber die ganze Aktion kostete rund 25 Sekunden." Ohne den Verbremser wäre es der siebte Gesamtrang gewesen. "Ob Siebter oder Achter ist nicht so wichtig. Weiter vorn kann man in der DM als Privatier sowieso nicht mitmischen."
Bei den Youngtimern bis 1600 ccm führten Michael Eschmann und Manfred Schoder vom AC Radevormwald, ehe in der achten von elf Wertungsprüfungen die Technik am VW Golf GTi streikte.
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