Handball: Kleeblatt für den TuS
VON MICHAEL IN'T ZANDT - zuletzt aktualisiert: 14.06.2007Handball-Oberligist TuS Niederwermelskirchen präsentiert mit Erwin Reinacher, Lars Hepp, Alexander Jentzsch und Daniel Funk vier Neuzugänge und untermauert seinen Anspruch, in der neuen Saison ganz oben mitzuspielen.
Was lange währt, wird endlich gut. Klaus Fischbach, Manager des Handball-Oberligisten TuS Niederwermelskirchen, hielt sich lange zurück mit der Bekanntgabe der Neuzugänge. Von hektischer Betriebsamkeit keine Spur – die TuS-Verantwortlichen arbeiteten in Ruhe die Liste der Wunschspieler ab, ließen am Dienstagabend aber die Katze aus dem Sack: Gleich vier neue Akteure wurden vorgestellt – und mit Erwin Reinacher und Lars Hepp auch zwei der angekündigten „Kracher“.
Auch die Nachwuchs-Akteure Alexander Jentzsch (TG Hilgen) und Daniel Funk (Leichlinger TV), deren Verpflichtung bereits seit einiger Zeit feststand, waren auf der Fischbach-Liste. „Unsere Planungen sind aber noch nicht abgeschlossen“, sagt der Manager, der gerne noch einen gestandenen Linkshänder für die rechte Rückraum-Position holen will. Und der soll spätestens zu Beginn der zweiten Vorbereitungsphase verpflichtet werden.
„Gute Perspektive“
Mit Reinacher (LTV Wuppertal) und Hepp (Leichlinger TV) werden zwei erfahrene Regionalliga-Akteure künftig das Trikot der Tenter tragen. Der 33 Jahre alte Reinacher ist weitgereist in Sachen Handball. Die Wurzeln des wurfgewaltigen Halblinken liegen bei der SG Köndringen/Teningen, einem Regionalligisten aus der Nähe von Freiburg. Über die Stationen Saarbrücken (Zweite Bundesliga) und TSG Hassloch (Regionalliga Südwest) verschlug es ihn in den Westen der Republik. Zunächst zu Unitas Haan, wo er mit TuS-Trainer René Witte zusammenarbeitete, dann zum LTV und jetzt zum TuS. „Hier sehe ich eine gute Perspektive“, sagt Reinacher.
Auch Lars Hepp, der nach fünf Spielzeiten seine Zelte beim Leichlinger TV abbricht, sieht bei den Niederwermelskirchenern großes Potenzial. Der Mittelmann, der zusammen mit Kreisläufer Bruno Scherer in Leichlingen ein kongeniales Duo bildete, will daran mitarbeiten, dass Wermelskirchen „wieder eine Handball-Hochburg“ wird. Zwar hat der 29-Jährige noch einen laufenden Vertrag beim LTV, „doch dafür wird sich sicher eine Lösung finden“. Für Hepp ist es auch eine Rückkehr, denn die frühere HSG Hilgen/Niederwermelskirchen gehörte zu seinen Stationen als Spieler.
Auch die beiden „Youngster“ Daniel Funk (23) und Alexander Jentzsch (19) sehen für ihre weitere Entwicklung gute Perspektiven beim TuS. Funk, der aus der Jugend des Leichlinger TV stammt und in der vergangenen Saison zum Regionalliga-Kader gehörte, hatte sich bereits früh für einen Wechsel entschieden. Zudem ist der Linksaußen gerade nach Dhünn gezogen. Alexander Jentzsch kommt vom Landesligisten TSV Aufderhöhe und gilt als talentierter Mittelmann. Allerdings verlief sein Wechsel nach Niederwermelskirchen nicht ohne Nebengeräusche. So bezichtigte ihn Holger Munkel, Trainer der TG Hilgen, des Wortbruchs, weil Jentzsch zuvor bereits bei der TGH zugesagt habe. „Das kann ich so nicht stehen lassen“, kontert der Gescholtene, „ich hatte zwar eine mündliche Zusage gegeben, allerdings unter anderen Voraussetzungen.“ Und die sah er nach der Verpflichtung von Andreas Liebsch (HG Remscheid) nicht mehr gegeben. Ausschlaggebend für seinen Wechsel zum TuS, mit dem parallel Gespräche liefen, sei letztlich eine versteckte Drohung Munkels gewesen.
Auch im Umfeld der Mannschaft gibt es neue Gesichter. So wird Tim Isenburg („Ich freue mich auf die Aufgabe.“) Co-Trainer von René Witte, dessen Bruder Rigo in der kommenden Saison als Betreuer fungiert. Ebenfalls neu beim TuS ist Physiotherapeut Dirk Gringmuth.
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