Fußball: Leistung des SV 09/35 wird nicht belohnt
VON GERHARD PICK - zuletzt aktualisiert: 31.03.2008Das war wirklich Pech für Fußball-Landesligist SV 09/35 Wermelskirchen: Das Team kassierte beim SSV Sudberg sieben Minuten vor Schluss eine 1:2 (1:0)-Niederlage, obwohl der Gast den Sieg bereits vor Augen hatte.
Kein Wunder, dass einige Gästeakteure nach dem Schlusspfiff erst einmal auf dem Sudberger Kunstrasen sitzend nach Fassung rangen.
Diesmal hatten die Wermelskirchener gute Ansätze gezeigt und sich die Pausenführung redlich verdient. Die hatte Hakan Sagmak nach wunderschönem Solo zwei Minuten vor dem Seitenwechsel erzielt. Zuvor besaßen bereits Serkan Hacisalihoglu und Sinan Ceyhan nach einer Viertelstunde gute Chancen.
Beide standen eigentlich goldrichtig nur zwei Meter vor dem Sudberger Tor, als Sagmak haargenau flankte, verwerteten die Vorlagen aber nicht. Später fehlte Christian Thäter wohl das nötige Selbstvertrauen, als er vor dem SSV-Tor ebenfalls freie Bahn hatte. Aber statt einen Schuss zu wagen, scheiterte er mit einem Zuspiel.
Immerhin: Das 1:0 gab den Wermelskirchenern Hoffnung, auch wenn sie den Ausfall von Heiko Emde verdauen mussten, der nach knapp einer halben Stunde verletzt für Benjamin Grgic Platz machte. Doch nach dem Wechsel kam es knüppeldick für die Gäste: Nach 53 Minuten sah Thäter die Rote Karte, nachdem er Sven Thun gefoult hatte.
Eine harte Entscheidung, die Wermelskirchen nicht mehr kompensieren konnte, zumal gleich darauf auch Salih Altuntas verletzt ausschied und durch Paul Gaier ersetzt wurde, der „kalt“ ins Spiel geworfen wurde. Doch Gaier wirkte zu langsam und unentschlossen, um die unter Druck geratene SV-Abwehr entlasten zu können.
Nachdem Sinan Ceyhan die Chance zum 2:0 vergeben hatte, meldeten sich die Wuppertaler zu Wort: Eine Flanke von Julian De la Cruz, kaum erreichbar für Torhüter Christian Hubo, köpfte Wardi zum 1:1 (83.) ins SV-Tor.
Fünf Minuten später eine ähnliche Szene: Erneut kam eine Flanke von links, der die Wermelskirchener Abwehrkette nur zuschauen konnte. Resultat: Alit Osmani verwandelte zum 2:1 (88.). Für Co-Trainer Roger Lapscheck dennoch kein Grund zur Schelte: „Schade, aber das Team hat abgerufen, was zurzeit möglich ist.“
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