Lektionen im Wohnzimmer
VON MICHAEL IN'T ZANDT - zuletzt aktualisiert: 03.06.2009Friederike Saretzki war auf der Suche nach einer neuen Sportart, nachdem ihr Tennis nicht mehr gefiel. "Es sollte etwas Besonderes sein", erklärt die Elfjährige, die sich dann das Fechten aussuchte und bei Jörg Thomé landete. Und der erkannte direkt ihr Talent. "Sie hatte einen mächtigen Zug drauf", sagt der Fechtmeister, der Saretzki nun per "Wohnzimmer-Training" weiter fördert. 30 Minuten dauert so eine Extra-Schicht im heimischer Umgebung, wo Feinheiten erarbeitet werden. "Wenn man will, dann kann man etwas erreichen, und das will Friederike", sagt Thomé, der neben Saretzki noch mit Carina Jiang und Niklas Stockhausen Einzeltraining macht – jeweils in deren Wohnzimmer. "Da kann man in Ruhe arbeiten", weiß Thomé um die Vorzüge. Seit eineinhalb Jahren "genießt" Saretzki die zusätzlichen Einheiten, die sich schon auszahlten. In der Nordrhein-Rangliste ist sie die Nummer zwei und holte sich bereits Turnier-Erfahrung in In- und Ausland – akribisch aufgelistet in ihrem Fechtpass. Nur ein Stempel fehlt, was Saretzki mächtig ärgert: Der von einem großen Turnier in Paris, wo sich im Februar dieses Jahres die Nachwuchsfechter Europas trafen. Doch die Erinnerung an dieses außergewöhnliche Ereignis ist für alle sichtbar. Auf ihrer Fechtmaske klebt noch der schwarz-rot-goldene Aufkleber mit den Buchstaben GER.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum