Marketing mit dem Knochenmann
VON MICHAEL IN'T ZANDT - zuletzt aktualisiert: 21.10.2011Die elfte Auflage des Röntgenlaufs am 30. Oktober steht nicht nur bei den Läufern hoch im Kurs. Auch die Souvenirjäger kommen auf ihre Kosten, denn das laufende Skelett ziert als Markenzeichen inzwischen Merchandising-Artikel wie Handschuhe, Warnwesten oder so genannte "Buffs".
Das laufende Skelett ist das äußere Markenzeichen des Röntgenlaufs. "Damals hat man uns noch für verrückt erklärt, dieses Logo zu wählen", erinnert sich Peter Ickert vom ausrichtenden Röntgen-Sportclub. Doch das Logo hat sich längst durchgesetzt und besitzt einen hohen Wiedererkennungswert.
Und wie es sich für eine sich stets weiterentwickelnde Marke gehört, gibt es inzwischen auch diverse Merchandising-Artikel im Angebot, die das Skelett tragen. Bei der elften Auflage sind nun auch Handschuhe, Warnwesten und ein so genannter "Buff" (Schlauchtuch, das beispielsweise als Kopftuch, Halstuch, Mütze oder auch als Haarband eingesetzt werden kann) mit dem "Knochenläufer" zu haben.
Ein neues Design haben auch die begehrten Finisher-T-Shirts erhalten. Bislang war anhand der Zahl der "Knochenläufer" zu erkennen, um welche Auflage es sich handelte. Auf den neuen Shirts werden nun – neben dem Logo und einer römischen Zahl – Jahr für Jahr andere Sehenswürdigkeiten abgebildet. Den Anfang macht in diesem Jahr das Röntgen-Museum. Auch die Farbe wird sich jährlich ändern.
Bis 2010 verzeichnete der Röntgenlauf immer steigende Anmeldezahlen, 2011 wurde der Trend gestoppt. Vor allem im Halbmarathon und bei den Kinderläufen hat es weniger Anmeldungen gegeben. Letzteres hängt mit dem Termin zusammen. "Die Herbstferien sind mittlerweile die Hauptreisezeit", erklärt Remscheids Stadtdirektor Burkhard Mast-Weisz. Dennoch sind die Organisatoren zufrieden, besonders mit den Langstrecken. Beim Marathon sind die Zahlen nahezu gleich, beim Nordic Walking, dem Ultra und der Staffel über dreimal 21,1 Kilometer gab es Zuwächse. "Bei den Staffeln haben wir ein Plus von 16 Prozent", sagt Peter Ickert vom ausrichtenden Röntgen Sportclub, der eine einfache Erklärung dafür hat. "Hier steht eindeutig der Spaß im Vordergrund." Dass in diesem Jahr die Gesamtzahlen niedriger sind, führt Ickert auch auf die Finanz- und Wirtschaftskrise zurück, die sich auch im Freizeitsport bemerkbar mache.
Im Vergleich zu anderen Lauf-Großveranstaltungen stehe der Röntgenlauf allerdings noch gut da. Einbußen von 20 bis 30 Prozent seien inzwischen keine Seltenheit mehr, so Ickert, der nicht ohne Stolz darauf hinweist: "Wir sind einer der drei großen Läufe, die noch hinzu gewonnen haben." So erwarten die Veranstalter auch bei der elften Auflage am 30. Oktober wieder weit über 3000 Teilnehmer.
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