Schwimmen: Mehr als erwartet
VON MICHAEL IN'T ZANDT - zuletzt aktualisiert: 26.05.2009Mit vielen Eindrücken und guten Leistungen kehrte die SG Remscheid von den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften der Schwimmer in Hamburg zurück. Robin Böcker überrascht mit zwei Finalteilnahmen.
Letzter Wettkampf
Die NRW-Meisterschaft am 6./7. Juni in Köln ist der letzte große Wettkampf für die SG Remscheid in dieser Saison. In der Domstadt werden dann Robin Böcker, Michelle Jünger, Helen Kramer, Saskia Käs, Lisa und Nina Behrend sowie Laura Niemeyer an den Start gehen.
Glücklich, aber auch ein wenig gestresst kehrte die Delegation der SG Remscheid von den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften der Schwimmer, die von Donnerstag bis Sonntag in Hamburg stattfanden, zurück. "Auf der Rückfahrt haben wir wirklich jeden Stau mitgenommen", berichtet der Technische Leiter der SG, Uli Kohlstedt. Im Becken der Alstertaler Schwimmhalle indessen gab es keinen Stau. Die Remscheider Aktiven kamen zügig vorwärts und traten mit zwei Finalteilnahmen, neuen Bestzeiten und vielen Eindrücken im Gepäck die Heimreise an.
Für das SG-Quintett Robin Böcker, Tim Kohlstedt, Michelle Jünger, Ann-Kathrin Gillmann und Chantal Forßmann war es die erste Teilnahme an nationalen Meisterschaften. "Die Aufregung war schon zu spüren, gerade bei denen, die erst am letzten Tag ins Wasser mussten", hatte Kohlstedt beobachtet. Vor allem bei Michelle Jünger und Chantal Forßmann, die sich beide erst auf den letzten Drücker qualifiziert und nur einen Start in Hamburg hatten.
Für den Höhepunkt aus Remscheider Sicht sorgte bereits am ersten Wettkampftag Robin Böcker, der sich über 100m Brust für den Endlauf qualifizierte und dort Achter wurde. "Das war eine große Überraschung für uns", erklärt Kohlstedt, der vor der Meisterschaft insgeheim mit einer Finalteilnahme über 50m Brust gerechnet hatte. Und dies schaffte Böcker dann auch noch, als er sich mit neuer persönlicher Bestzeit als Fünftschnellster des Vorlaufs ins Finale schwamm und dort ebenfalls Achter wurde.
Neue persönliche Bestzeitzeiten schwammen auch Tim Kohlstedt über 100m Rücken und Ann-Kathrin Gillmann über 100m Schmetterling. "Unter dem Strich ist das mehr als wir erwartet haben und das Ergebnis der guten Arbeit des Trainers Jörg Schiemann", lautet das Fazit des Technischen Leiters. Kohlstedt blickt nach den Auftritten des Nachwuchs' optimistisch in die Zukunft, wenngleich laut seiner Aussage der Umbruch bei der SG noch nicht abgeschlossen ist.
Für private Aktivitäten gab es für die Remscheider in Hamburg kaum Zeit. "Jeden Morgen war wir um 6.30 Uhr zum Einschwimmen in der Halle, ab 8.30 Uhr gingen die Wettkämpfe los", meinte Kohlstedt. Eine ausgiebige Hafenrundfahrt und ein kleiner Stadtbummel waren als Kontrastprogramm dennoch drin.
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