Handball: Meister werden reicht nicht
VON MICHAEL IN'T ZANDT - zuletzt aktualisiert: 03.11.2009Der Tag danach Die HG Remscheid sorgt in der Handball-Oberliga für Furore. Nach dem sechsten Sieg im sechsten Spiel träumen bereits einige von der Rückkehr in die dritthöchste deutsche Spielklasse.
Es war ein mitreißender Handballabend am Samstag in der Sporthalle Neuenkamp. Der dort beheimatete Oberligist HG Remscheid schlug im Duell der beiden ungeschlagenen Teams den TV Aldekerk mit 30:27, feierte den sechsten Sieg im sechsten Spiel und verteidigte damit die Tabellenführung. Es war bereits der zweite Paukenschlag der Schützlinge von HGR-Trainer Mike Novakovic. Eine Woche zuvor hatte die HGR beim Meisterschaftsfavoriten SF Hamborn 07 schon beide Punkte eingefahren.
Während die Tabellenführung für einige nur eine schöne Momentaufnahme ist, träumen nach der eindrucksvollen Vorstellung der HGR andere bereits von der Rückkehr in die dritthöchste deutsche Liga. Bis dieser Traum jedoch wahr werden kann, ist es noch ein langer Weg. Es stehen nicht nur noch 22 weitere Meisterschaftsbegegnungen an, sondern – im Falle der Meisterschaft – auch noch zwei Entscheidungsspiele gegen den Mittelrheinmeister. Denn: Im Zuge der Reform der Zweiten Bundesliga, die ab der Saison 2011/2012 eingleisig wird, bekommen auch die Liga-Strukturen unterhalb des Bundesliga-Spielbetriebs auf der dritten (Regionalligen) und vierten Ebene (Oberligen) ein neues Gesicht. So wird es ab der kommenden Saison bundesweit nur noch vier Regionalligen (bisher fünf) geben, die dann "Dritte Liga" heißen. In diese Liga werden dann nur noch zwölf (bisher 17) Oberligisten aufsteigen.
Einzige Ausnahme
Landesverbände, die zusammen nur einen Aufstiegsplatz zugewiesen bekamen (beispielsweise Schleswig-Holstein und Hamburg oder Berlin/Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern), bilden ab der kommenden Spielzeit gemeinsame Oberligen. Als einzige Landesverbände bundesweit entschieden sich der Niederrhein und der Mittelrhein gegen eine gemeinsame Liga.
Gemeinsamer Aufsteiger
Dabei werden die Handballverbände Niederrhein und Mittelrhein einen gemeinsamen Aufsteiger stellen und sich nicht – wie in den Jahren zuvor – die jeweiligen Meister automatisch für die dritthöchste deutsche Spielklasse qualifizieren. Grund ist, dass die beiden Landesverbände, die sich gegen eine gemeinsame Oberliga aussprachen, laut Beschluss des Erweiterten Präsidiums des DHB nur einen Aufstiegsplatz für die Dritte Liga zugesprochen bekamen. Die Entscheidungsspiele wurden bereits terminiert. Diese sollen am 15. Mai und 22. Mai 2010 stattfinden. Dabei genießt zuerst der Niederrheinvertreter Heimrecht.
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