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Rollhockey: Nach dem Stau gab Weil richtig Gas

VON WOLFGANG SZODROWSKI - zuletzt aktualisiert: 25.08.2008

Max Bross – das könnte der fiktive Name eines Tatort-Kommissars aus Lörrach sein. Ist er aber nicht. Vielmehr ist Max Bross ein deutscher Rollhockey-Nationalspieler, dessen Heimatverein der RSV Weil ist. Der Klub aus dem Südbadischen, der seine Meisterschaftsspiele in der schweizer Liga bestreitet, war am Wochenende zu Gast beim Bundesligisten VfB 06/08 Remscheid und lieferte am Samstag ein Beispiel hoher Rollhockey-Kunst ab. Obwohl den Gästen eine mehrstündige Autofahrt in den Beinen steckte und sie zudem in der Nähe von Köln noch im Stau gestanden hatten, waren sie um zwei Klassen besser als die Bergischen, die mit einem 9:0 (4:0) aus der Halle gefegt wurden.

Uff: Auch Thomas Wilk war nach Training und drei Spielen ganz schön geschafft.  Foto: RPO
Uff: Auch Thomas Wilk war nach Training und drei Spielen ganz schön geschafft. Foto: RPO

„Ich bin stocksauer“, sagte VfB-Trainer Marcus Franken, dessen Mimik alles über seine Gemütslage nach dem Debakel aussagte. Dabei wollte er auch die harte, zweistündige Trainingseinheit am Vormittag nicht als Entschuldigung gelten lassen. „Uns hat alles gefehlt“, bemängelte der VfB-Coach fehlende Zweikampfstärke und vor allem Engagement gegen einen Gegner, der mit den Remscheidern Katz’ und Maus spielte.

Gegen die nur physisch anwesenden Gastgeber konnten es sich die Weiler sogar erlauben, während der Partie mehrmals das System zu wechseln. Mal spielten sie Manndeckung, dann wieder aggressives Pressing. Und sie hatten einen großen Vorteil: Der RSV nutzte seine Chancen eiskalt zu Toren. Maurice Brockmann im VfB-Tor konnte einem Leid tun, weil er von seinen Vorderleuten immer wieder im Stich gelassen wurde. Dennoch war es ihm zu verdanken, dass die Niederlage nicht zweistellig ausfiel, weil er auch einen Penalty hielt.

Zwar fiel das Ergebnis aus VfB-Sicht überaus deftig aus, doch darf dabei nicht vergessen werden, dass die Weiler mit Bross, Abraha und Mohr drei deutsche Nationalspieler auf dem Feld hatten. Dazu kam noch Samuel Wenger, der das RSV-Spiel geschickt lenkte und dirigierte. „Den würde ich am liebsten behalten“, gestand Marcus Franken, traf dabei jedoch auf Widerstand bei seinem Weiler Kollegen Ron Schneider. „Den brauche ich selber“, sagte der Schweizer Trainer des letztjährigen Dritten der Schweizer Meisterschaft.

Quelle: RP

 
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