Handball: Nuancen geben den Ausschlag gegen die HGR
VON HENNING SCHLÜTER - zuletzt aktualisiert: 27.11.2006Nicht nur die Herren, auch die Damen der HG Remscheid erleben zurzeit einen Durchhänger: Gestern unterlag die Mannschaft von Trainer Jörg Freund beim Königsborner SV mit 24:26 (12:13) und blieb damit im fünften Spiel in Folge sieglos. „Ich war mir mit meinem KSV-Kollegen einig, dass ein Remis wohl der gerechtere Spielausgang gewesen wäre“, sagte Freund nach einem Duell auf Augenhöhe, in dem am Ende Nuancen den Ausschlag gaben.
Die Gastgeberinnen aus Unna begannen wie erwartet druckvoll, warfen vor allem ihre Kampfkraft in die Waagschale und führten bereits mit 8:4, ehe sich die Remscheiderinnen bis zur Pause wieder heran gekämpft hatten. Auch im zweiten Durchgang konnte sich zunächst keine Mannschaft absetzen, auch nicht die HGR bei einer 21:20-Führung. „Da wollten wir zu viel und sind etwas kopflos geworden“, schilderte Freund diese verpasste Chance. Besser machte es der KSV, der in der Schlussphase zwei Überzahl-Situationen nutzte, um sich einen 24:22-Vorsprung zu erspielen. Die Vorentscheidung, wie sich zeigen sollte.
„Ich kann der Mannschaft im Grunde keinen Vorwurf machen“, meinte Freund. „Sie hat wieder alles versucht, am Ende aber auch nicht das nötige Quäntchen Glück gehabt.“
KSV – HGR 26:24
Remscheid: Huppertz; Lucas, Hock (beide n. e.) – Krajnik (6), Hannemann (5/1), Nückel (4), Fisch (4/1), Heil (3), Lutter (1), Offermann (1), Ten Cate.
Im Gegensatz zu den vergangenen Wochen stand gestern die Deckung sicherer. Dafür mauserte sich der Angriff zum Sorgenkind: Drei Siebenmeter vergaben die Remscheiderinnen und scheiterten alleine nach dem Seitenwechsel sechsmal an Latte oder Pfosten. Freund: „Situationen, die eben am Ende über Sieg und Niederlage entscheiden.“
Ein Lob gab es neben der Abwehr diesmal für Torhüterin Julia Huppertz, die 60 Minuten zwischen den Pfosten stand. „Ihre Formkurve zeigt deutlich nach oben“, befand ihr Trainer, der gestern auch wieder auf Anna Krajnik zurückgreifen konnte. Sie kam, als sich abzeichnete, dass Caro Fisch diesmal nicht das Wurfglück gepachtet hatte. Freund: „Gut, dass wir mit Anna in dieser Situation noch mal nachlegen konnten.“
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