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Handball: Panther landen Überraschungscoup

zuletzt aktualisiert: 23.11.2009

VfL Eintracht Hagen – Bergische Panther 33:36 (13:16) – Unglaublich, aber wahr. Die nahezu 400 Zuschauer in der Hagener Ischelandhalle rieben sich verwundert die Augen. Das Ergebnis auf der Anzeigentafel indes stimmte, und der Sieg der Gäste beim favorisierten Meisterschaftskandidaten, der bis dato in eigener Halle noch keinen Zähler abgegeben hatte, war sogar verdient.

Entsprechend war sie Stimmungslage beim Tabellenvorletzten, der ohne große Hoffnung angereist war. "Ich bin überwältigt. Großes Kompliment an die Mannschaft, die heute die richtige Reaktion auf die Talfahrt der letzten Wochen und das ganze Theater gezeigt hat", strahlte Panther-Trainer Norbert Bothe nach dem Schlusspfiff.

Ferber sieht Rot

Dabei mussten die Gäste in der temporeichen und gutklassigen Partie schon früh einen Schock verkraften. Bereits nach 5:11 Minuten sah der unter der Woche in einer Blitzaktion verpflichtete Frank Ferber die Rote Karte. Eine nicht nur aus Panther-Sicht völlig überzogene Aktion der beiden Unparteiischen. Doch die Panther ließen sich dadurch nicht aus dem Konzept bringen, sondern übernahmen ab dem 5:5 (10.) die Kontrolle. Hinten stand die 6:0-Deckung mit einem erneut starken Roland Mainka zwischen den Pfosten sicher, und im Positionsangriff behielten die Gäste gegen Hagens 5:1-Formation Ruhe und Übersicht.

Dabei feierte mit David De la Fuente der zweite Neuling im Team der Panther einen Einstand nach Maß. Der Neuzugang ackerte in der Abwehr, erzielte sechs Treffer und holte einige Strafwürfe heraus. "Überragend", gab es ein Sonderlob von Bothe, der sein Team bis zum 23:17 (40.) klar auf der Siegerstraße sah.

Dann allerdings kam merklich Sand ins Panther-Getriebe, insbesondere im Angriff lief nicht mehr alles rund. Tim Menzlaff schloss oft zu früh und zu unpräzise ab, und Markus Neukirchen, zentral für Andreas Liebsch gekommen, gingen die Ideen aus. Hagen nutzte die Schwächen zu leichten Kontertoren und zog beim 27:27 (48.) gleich. Bis zum 30:30 (52.) wogte die Partie hin und her, ehe die Gäste den Faden wiederfanden, auf 33:30 (55.) wegzogen und damit die Entscheidung schafften.

Quelle: RP

 
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