Handball: Panther sind pleite: Spieler können gehen
VON HENNING SCHLÜTER UND FRANK LORENZET - zuletzt aktualisiert: 05.02.2011Neue Unruhe bei den Bergischen Panthern: Am Donnerstagabend wurde den Spielern der Oberliga-Mannschaft mitgeteilt, dass sie die sofortige Freigabe erhalten und sich bei Bedarf einen neuen Verein suchen können. Verantwortlich dafür ist die finanziell prekäre Situation bei der Spielgemeinschaft. Nach BM-Informationen ist der Etat für die Aufwandsentschädigungen bis zum Saisonende nicht mehr gedeckt. Allerdings gab es keinen Spieler, der sofort seine Tasche gepackt hat. Den Verantwortlichen, die die Saison nicht vorzeitig beenden wollen, ist indes bewusst, dass Spieler wie David de la Fuente, André Niese, Simon Wolter oder Stefan Graedtke durchaus auf dem Wunschzettel anderer Klubs stehen. Wobei bei Stefan Graedtke feststeht, dass er in der neuen Saison als Sportlicher Leiter und Torhüter beim Oberligisten Tbd. Wülfrath tätig sein wird.
Auswärtsspiel in Dülken
Angesichts der neuen Situation rücken die jüngsten sportlichen Erfolge der Panther wieder in den Hintergrund. Nach zuletzt drei Punkten aus zwei Spielen hatten die Schützlinge von Trainer Kai Müller wieder Morgenluft im Abstiegskampf gewittert. Nur noch einen Zähler ist das rettende Ufer entfernt – und nur zwei Punkte der kommende Gegner, die SG Dülken. Mit einem Sieg könnten die Panther also erstmals nach langer Zeit die Abstiegsplätze verlassen.
Dülken hat in dieser Saison zwei Gesichter. Auswärts (2:14 Punkte) geht nicht viel. So bezog man letzte Woche noch eine derbe Niederlage in Neuss. Aber zu Hause (6:10) ist das Team mit Unterstützung des Publikums wesentlich besser.
"Wir müssen jetzt da weitermachen, wo wir beim Sieg gegen Mettmann aufgehört haben: Deckung stabilisieren, Tempo machen und Ruhe im Aufbauspiel bewahren", sagt Panther-Trainer Kai Müller. Personell sieht es indes weiter nicht gut aus. Mit Plaskoczinski, Widera, Schüssler und Walpurges fallen gleich vier Stammkräfte aus. "Das muss aber egal sein. Wir haben uns wieder auf Schlagdistanz gebracht und wollen auch auswärts mal was Zählbares mitbringen", fordert Müller.
Samstag, 19.15 Uhr, Heesstraße.
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