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Handball: Panther weiter spitze

zuletzt aktualisiert: 06.02.2012

Handball (RP). Im Nachbarschaftsderby der Handball-Verbandsliga gewinnt der Tabellenführer beim HC Wermelskirchen mit 25:21. Dagegen lässt sich Schlusslicht HSG Radevormwald/Herbeck in Haan mit 21:37 regelrecht abschießen.

Hoch, höher, Erwin Reinacher: Der Panther-Rückraumschütze (Nummer 8) erzielte vier Treffer im Nachbarschaftsduell.  Foto:  hertgen
Hoch, höher, Erwin Reinacher: Der Panther-Rückraumschütze (Nummer 8) erzielte vier Treffer im Nachbarschaftsduell. Foto: hertgen

– Bergische Panther 21:25 (11:13) – Gut 30 Sekunden vor Schluss erzielte Ceven Klatt, Spielertrainer der Panther, das 26. Tor für sein Team. Doch vom überforderten Kampfgericht – Panther-Zeitnehmerin Christa Middendorf musste kurz nach der Pause unfreiwillig ihren Dienst quittieren – und dem noch schwächeren Schiedsrichtergespann Bethge/Kaffsack wurde dieses Tor glatt übersehen. "Zum Glück hatte das keinen Einfluss mehr auf den Ausgang der Begegnung", sagte Klatt hinterher.

Seine Mannschaft hatte sich gegen den tapfer kämpfenden HCW zuvor sehr schwergetan. Zwar lagen die Gäste meist mit einigen Toren vorne, konnten sich jedoch niemals entscheidend absetzen. So blieb es bis in die Schlussphase spannend, weil sich der Favorit Mitte der zweiten Hälfte einige schwächere Momente erlaubte.

Kreisläufer David de la Fuente sah nach der dritten Zeitstrafe "Rot" (34.). Wegen einer anschließenden Schiedsrichterbeleidigung droht ihm nun eine Sperre. Die Hausherren nutzten die Überzahlmöglichkeiten, um den Pausenrückstand zu egalisieren. Bis sieben Minuten vor dem Ende (20:20) lag sogar eine Sensation in der Luft. "Wir haben den Panthern einen tollen Kampf geliefert", konnte auch HCW-Trainer Marcus Mangold der Partie etwas Gutes abgewinnen.

In der Schlussphase hatten die Gäste aber mehr zuzulegen. Ilja Fuchs stellte sich nach einer Verschanufpause noch einmal für Thilo Faust zwischen die Pfosten und raubte den Wermelskirchenern mit seinen Paraden den Nerv. Erwin Reinacher sorgte mit seinen einfachen Toren aus dem Rückraum für Entlastung und Kai Middendorf konnte als Vertreter von de la Fuente überzeugen: Ein selbst erzieltes Tor sowie zwei herausgeholte Strafwürfe samt Zeitstrafen unterstrichen seine gute Vorstellung. "Es war ein schweres Spiel, doch am Ende war der Sieg verdient", betonte Klatt, der nun am Dienstag mit den Verantwortlichen zwecks Kaderplanung für die Zukunft sprechen wird. Aller Voraussicht nach wird er dann auch seinen Vertrag beim Spitzenreiter verlängern.

HCW-Tore: Wolter (7), Holtwick (6/3), Rezaloo (4), Grasekamp, Volkmann, Jedamzik, Müller (je 1). Panther-Tore: Klatt (8/3), de la Fuente, Reinacher (je 4), Kluge (4/1), Schwamberger (3), Mutz, Middendorf (je 1).

 Unitas Haan – HSG Radevormwald/Herbeck 37:21 (17:11) – Die Ankündigung war unmissverständlich. "Ich habe den Jungs gesagt, dass sie zum nächsten Training Laufschuhe mitbringen sollen", erklärte HSG-Co-Trainer Sven Paas, dessen Hals nach dem Debakel des Schlusslichts beim Tabellenzweiten durch keine Tür mehr passte: "Man kann in Haan verlieren – aber nicht so."

Vor dem Spiel gab er seinen Akteuren mehrere Maßgaben mit auf den Weg. Erstens: Nicht mehr als 25 Gegentore kassieren. Zweitens: Die Gegenstöße der Unitas unterbinden. Drittens: Wie Serbien bei der EM im Angriff das Tempo verschleppen und geduldig auf sich bietende Chancen zu warten. Viertens: Mit der nötigen Grundaggressivität in der Deckung den Gegner aus der Reserve zu locken. Vier Forderungen, kein Ergebnis.

"Nichts davon ist umgesetzt worden", klagte Paas, "und wenn man das noch einmal ins Gedächtnis ruft, gucken einen die Jungs an, als verlange man eine Nierenspende." Gut weg kamen bei Paas, der den erkrankten Guido Hugo vertrat, lediglich die beiden Torhüter. Vor allem Robin Eigenbrod hielt die Mannschaft bis zum 7:7 noch im Rennen. Paas: "Danach wurde er bei gefühlten 20 Gegenstoß-Toren völlig im Stich gelassen. Da haben die Feldspieler kollektiv versagt und dazu beigetragen, dass auch unser Torverhältnis noch schlechter geworden ist." Und das wird eben Konsequenzen haben – in Form von ungeliebten Laufeinheiten bei frostigem Klima.

HSG-Tore: Kirschsieper (5), Bangert (5/4), Blum, Frank (je 4), Schönewald 82), Uibel (1).

Quelle: RP


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