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Schwimmen: Phelps ist das Vorbild

VON MARKO PLESNIK - zuletzt aktualisiert: 20.05.2010

Geht's nach seinem Willen, fährt Fabian Schnöring zu Olympia und wird einer der besten Schwimmer der Welt.

Talent und Eifer bringt der 15-jährige Gymnasiast mit: Für die DM im Juni hat sich der LTV-Athlet schon qualifiziert.
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Verbands-Titel

Bei der Jugend-Verbandsmeisterschaft der älteren Jahrgänge in Mönchengladbach holte sich Fabian Schnöring Ende April den Titel über 200m Freistil, die er in neuer persönlicher Bestzeit von 2:06,15 Minuten absolvierte. Bei derselben Veranstaltung gab es für ihn zudem Platz zwei über 100m Schmetterling und Rang drei über 50m Schmetterling und 100m Freistil.

Fabian Schnöring gehört zu den besten Schwimmern Remscheids und wird vielleicht schon bald auf nationaler Ebene von sich reden machen. Das Talent des Lüttringhauser TV hat sich in diesem Jahr erstmals für die Deutsche Jahrgangs-Meisterschaft qualifiziert. Die Teilnahme an den Titelkämpfen im Juni in Berlin ist für den 15-Jährigen der erste große Höhepunkt seiner noch jungen Karriere. Aber Schnöring will noch viel mehr erreichen und eifert dabei seinen großen Vorbildern Michael Phelps und Paul Biedermann nach: "Weil die auch klein angefangen haben und dann so erfolgreich geworden sind", sagt Schnöring.

Im vergangenen Jahr scheiterte der Lüttringhauser noch knapp an den Qualifikationszeiten für die DM. Damals stagnierte seine Leistung trotz des täglichen Trainings. "Du musst auch im Training auf Leistung schwimmen", sagte ihm sein Trainer Jörg Schiemann. Seitdem fordert Schnöring noch mehr von sich: "Sonst mache ich keine Fortschritte und kann als 16-Jähriger eigentlich mit dem Schwimmen aufhören."

Sieben Starts bei der DM

Bei der Deutschen Meisterschaft geht Schnöring siebenmal an den Start. Die größten Chancen rechnet er sich über 200 Meter Freistil und 100 Meter Schmetterling aus. Da will der 15-Jährige "einen Platz machen". Soll heißen: Er hofft auf eine Medaille. Aber Schnöring weiß auch, dass er dafür jeweils mindestens persönliche Bestzeit schwimmen muss.

Dabei war der Weg zur DM schon hart und entbehrungsreich. Der 15-Jährige trainiert wöchentlich sechsmal und vor wichtigen Wettkämpfen zusätzlich zweimal morgens vor Schulbeginn. "Dann heißt es früh aufstehen", schmunzelt Schnöring, der spätestens hellwach ist, wenn er um sechs Uhr ins Wasser springt.

Mit sechs Jahren hat Schnöring beim Lüttringhauser TV mit dem Schwimmen angefangen. Sein damaliger Trainer Helmut Becker erkannte Schnörings Talent und nahm ihn mit zu den Leistungsschwimmern der SG Remscheid. Dort arbeitete sich Schnöring schnell nach oben. Mit zwölf Jahren schwamm er bereits in der zweitbesten Leistungsgruppe, bis ihn Trainer Jörg Schiemann vor über einem Jahr zu sich in die Leistungsgruppe eins holte.

An die Belastung gewöhnt

"Das ganze Training wird mir manchmal schon viel", sagt Schnöring und bedauert, dass er oft wenig Zeit für Freunde hat: "Aber wenn ich nach oben kommen will, muss ich das in Kauf nehmen." Seine Klassenkameraden am Leibniz-Gymnasium in Lüttringhausen halten ihn für ein wenig verrückt und fragen sich, wie sein Körper das aushält. Aber Schnöring hat da keine Bedenken: "Ich habe mich an die Belastung gewöhnt."

Die Hausaufgaben macht Schnöring abends nach dem Training. Vor wichtigen Klassenarbeiten lässt er auch schon mal eine Trainingseinheit ausfallen. "Schule geht vor", sagt der Neuntklässler.

Nach seinen sportlichen Träumen gefragt, antwortet Schnöring ohne lange überlegen zu müssen: "Ich möchte noch schneller werden, mich für die Olympischen Spiele qualifizieren und einer der besten Schwimmer der Welt werden."

Quelle: RP

 
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