Rollhockey: Picarra soll Trainer werden
VON HENNING SCHLÜTER - zuletzt aktualisiert: 27.05.2010Fernando Picarra, ehemaliger Bundesliga-Spieler von IGR und VfB Remscheid, ist als Coach des neuen Klubs I.S.O. Remscheid im Gespräch. Auch sein Bruder Francisco wird dort gehandelt. Dagegen verliert die IGR drei Spieler.
Auch wenn die großen Entscheidungen (Pokalfinale, Play-off-Halbfinale) in diesen Tagen ohne Remscheider Beteiligung stattfinden: Hinter den Kulissen wird auch im Bergischen an vielen Rollhockey-Fronten gearbeitet. Während sich die IGR Remscheid nach dem überraschenden Weggang von Victor, Nelson und Mario Martins nun dringender denn je um personelle Alternativen kümmern muss (siehe nebenstehende Geschichte), laufen auch beim Lokalrivalen "Allgemeiner Rollhockey-Club I.S.O. Remscheid" die Planungen für die Premieren-Saison.
Ob letztere bereits in der neuen, vereinseigenen Halle am Stadtpark stattfinden kann, ist momentan noch ungewiss. Gerüchte, nach denen schon in zwei Wochen mit den Bauarbeiten begonnen wird, entpuppten sich bei Nachfrage der BM als nicht stichhaltig. Zwar, so war aus dem I.S.O.-Umfeld zu hören, gebe es grundsätzlich "Grünes Licht" von der Stadt als Grundstückseigentümerin und dem Remscheider TV, der dort ein Vorkaufsrecht genießt. Bis alle Details im Vorfeld mit den Behörden geklärt seien, könne es aber "noch eine Weile" dauern.
In welcher Klasse
. . . der "Allgemeine Rollhockey-Club I.S.O. Remscheid" in seiner ersten Saison spielen wird, scheint sich herauszukristallisieren. Nach Auskunft von Peter Stroucken, Vorsitzender der Sportkommission für Rollhockey im DRIV, muss ein neuer Klub grundsätzlich in der untersten Klasse antreten – es sei denn, alle Zweitligisten würden eine Eingliederung ins Bundesliga-Unterhaus akzeptieren. Eine entsprechende Umfrage unter den Zweitliga-Klubs ist laut Stroucken aber negativ ausgefallen. Somit würde I.S.O. Remscheider in Liga 3 beginnen – und dort auf die IGR II treffen.
Unabhängig von Baubeginn und Fertigstellung des eigenen Domizils will der neue Verein in jedem Fall in die kommende Saison starten. Wo trainiert beziehungsweise gespielt werden soll, wenn die Halle am Stadtpark nicht rechtzeitig fertig wird, ist noch offen. Nach Angaben aus I.S.O.-Kreisen liegt aber bereits ein "Plan B" in der Schublade.
Geklärt scheint dagegen eine wichtige sportliche Personalie: die Trainerfrage. Nach BM-Informationen soll der langjährige IGR- und VfB-Bundesligaspieler Fernando Picarra das neue Team betreuen. Als Spieler, so heißt es, sei auch sein älterer Bruder Francisco "Chico" Picarra im Gespräch. Dass sich diesem Duo das ebenfalls mit portugiesischen Wurzeln ausgestattete Trio mit Victor, Mario und Nelson Martins anschließen könnte, ist eine Spekulation, die allerdings gestern von keiner Seite bestätigt wurde.
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