Schwimmen: Rekord im Sportbad
VON GERHARD PICK - zuletzt aktualisiert: 21.09.2009Zum Kurzbahn-Cup des Behinderten-Sportverbandes Nordrhein-Westfalen treffen sich am Samstag so viele Athleten wie noch nie in Remscheid: 242 behinderte und nicht-behinderte Sportler haben ihr Kommen angesagt.
Einen Bestmarke bricht der 3. offene Kurzbahn-Cup des Behinderten-Sportverbandes Nordrhein-Westfalen (BSNW) im Remscheider Sportbad bereits, bevor Schwimmer am kommenden Wochenende in 38 Wettkämpfen um Punkte und Platzierungen schwimmen: Mit 242 Teilnehmern aus 24 Vereinen sowie 1010 Starts haben die Anmeldezahlen einen neuen Rekord erreicht, der wohl nicht mehr zu toppen ist.
Test kurz vor der EM
"Jetzt ist eine Grenze erreicht", schränkt die Leistungssport-Koordinatorin des BSNW, Marion Haas-Faller, ein. Dabei ist das Thema, Schwimmer mit und ohne Handicap im offenen Wettkampf gemeinsam starten zu lassen, einmalig. Ein echtes Vorzeigeprojekt im Rahmen der Integration, das in diesem Jahr zu einem günstigen Termin stattfindet. Denn die Asse des Behindertensports sind vier Wochen vor der Europameisterschaft in der entscheidenden Vorbereitungsphase, so dass Topleistungen zu erwarten sind.
Der Berliner Verband ist mit den Paralympic-Teilnehmern Thomas Grimm, dem 1500m-Freistil-Weltrekordler Lucas Ludwig, Daniel Schäfer sowie der fünfmaligen Deutschen Kurzbahnmeisterin Jennifer Aßmann vertreten. NRW schickt den Paralympic-Teilnehmer Sebastian Iwanow (Leverkusen) sowie die zwölfmalige Deutsche Rekordhalterin Maike Naomi Schnittger (TG Ennigloh), Annika Geller (BSG Aachen), Vera Thamm (MTV Köln, S3), Melanie Uduc (LTSV Forst) und Tobias Pollap (TV Wattenscheid) ins Rennen. Mit dabei sind auch die Remscheider Hannes Schürmann (Deutscher Meister über 50m, 100m, 200 m Freistil und 100m Rücken auf der Kurzbahn) sowie die Landesmeister Christian Schmitz und Anna-Lena Kintscher. Alle drei starten für Bayer 04 Leverkusen.
Stark vertreten sind in diesem Jahr auch die nicht-behinderten Schwimmer. So haben die beiden Remscheider Asse Christoph Fildebrandt und Nils Rötgers spontan ihren Start zugesagt. Zudem schickt die veranstaltende SG Remscheid alle DM-Teilnehmer sowie etliche Nachwuchsschwimmer ins Rennen.
Damit die Leistungen der behinderten und nichtbehinderten Schwimmer vergleichbar sind, werden sie mittels einer "1000-Punkte-Tabelle" umgerechnet. Als Besucher des Kurzbahn-Cups werden Oberbürgermeisterin Beate Wilding und Stadtdirektor Burkhard Mast-Weisz erwartet, die im Rahmen des Wettkampfes Siegerehrungen vornehmen. Damit der Wettkampf einen noch höheren Bekanntheitsgrad erhält und Werbung für Remscheid gemacht wird, erhält jeder Teilnehmer ein T-Shirt.
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