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Handball: Remscheider Mini-Kader feiert Auswärtssieg

VON HENNING SCHLÜTER - zuletzt aktualisiert: 02.04.2007

Lange Busfahrt, Mini-Kader, Grippe, klare Rückstände – die Regionalliga-Handballerinnen der HG Remscheid kann derzeit offenkundig gar nichts mehr schrecken. Auch nicht gestern im Auswärtsspiel beim Tabellennachbarn SG Knetterheide-Schötmar, das die Gäste mit 30:28 (13:12) gewannen.

Trotz der mühseligen Anreise, trotz einer grippekranken Caro Fisch, trotz einer gerade erst von der Studienfahrt zurückgekehrten Sabine Nückel und trotz eines frühen 1:6-Rückstandes ging die muntere HGR-Show der letzten Wochen nahtlos weiter. „Dafür ein Riesenkompliment an die Mannschaft“, lobte Trainer Jörg Freund, der staunte: „Ich hab’ nicht damit gerechnet, dass das Team so beißen kann.“

In den ersten zehn Minuten war die HGR eigentlich nur körperlich anwesend. Die Abwehr agierte zu lax, der Angriff war wenig durchschlagkräftig. Das rief Freund auf den Plan. „Ich hab’ die Mädels in einer Auszeit erst mal wachgerüttelt“, beschrieb der Coach seine Ansprache. Der gewünschte Effekt stellte sich sofort ein: Bei 7:7 war die Partie wieder offen, beim 13:10 (27.) hatte der Gast endgültig alle Trümpfe in der Hand. Zwar kam Knetterheide noch mal heran, doch die tonangebende Mannschaft war fortan die HG Remscheid.

Das blieb bis zum 26:23 so (48.), ehe sich beim Mini-Kader langsam aber sicher Verschleißerscheinungen einstellten. „Als Knetterheide auf 27:28 heran kam, hab’ ich gedacht, dass das Spiel kippt“, schilderte Freund seine Befürchtungen, die aber nicht bestätigt wurden. Mit Glück und Geschick verteidigten die Remscheiderinnen ihren knappen Vorsprung und ließen sich auch durch eine Unterzahl-Situation in der Schlussminute nicht mehr von ihrem eingeschlagenen Erfolgs-Weg abbringen.

„Kämpferisch war das einmal mehr klasse von meiner Mannschaft“, lobte Freund, dessen Team nun wieder auf Rang vier der Tabelle vorgerückt ist. Ein Extralob gab’s zudem für Caro Fisch: „Sie hatte es über Nacht ganz böse erwischt. Wie sie sich aber trotzdem in den Dienst der Mannschaft gestellt hat, ist aller Ehren wert.“

Quelle: RP

 
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