Handball: Schwergewichte am Schwanen
VON STEFAN BLAMOV - zuletzt aktualisiert: 13.11.2009Mit dem TuS Wermelskirchen und dem TuS Ferndorf treffen am Sonntag zwei potenzielle Aufstiegskandidaten aufeinander. Dabei trifft die stabilste Deckung der Regionalliga auf den torhungrigsten Angriff.
TuS-Statistik
Während der TuS Wermelskirchen mit 264 Gegentoren die beste Abwehr stellt, hat der TuS Ferndorf mit bereits 356 erzielten Toren den besten Angriff. In der vergangenen Saison entschied jeweils das Auswärtsteam die Partie für sich: Während Wermelskirchen in der Hinrunde mit 41:38 gewann, entführten die Ferndorfer mit einem 41:33 in der Rückrunde die Punkte. Bislang zeigten sich die Gäste auswärts allerdings ungefährlich: einem Sieg und einem Remis stehen bislang schon drei Pleiten gegenüber.
Wenn es am Sonntag (17 Uhr, Schwanen) zum Spitzenspiel zwischen TuS Wermelskirchen und TuS Ferndorf kommt, prallen zwei Regionalliga-Schwergewichte aufeinander. Allerdings verlief der Saisonstart hüben wie drüben mitunter holprig, was sich derzeit in den Tabellenplätzen fünf und sechs dokumentiert.
"Umso wichtiger ist ein Sieg für beide Mannschaften. Wer verliert, verpasst wahrscheinlich auch erstmal den Anschluss nach oben", sagt Lars Hepp, Spielertrainer des TuS Wermelskirchen. Gegen die bisher auswärtsschwachen Gäste will er mit einem Sieg zudem die Heimbilanz (8:2 Punkte) weiter aufpolieren. Entsprechend akribisch bereiten sich die Wermelskirchener – durch Videostudium und Spielbeobachtung – auf die bevorstehende Aufgabe vor. Ergebnis: "Ferndorf hat fast jede Position qualitativ hochwertig und doppelt besetzt. Darüber hinaus kann der TuS mehrere Abwehrformationen spielen", weiß Hepp.
Wiedersehen mit Ceven Klatt
Unter den hoch eingeschätzten Individualisten befinden sich auch drei alte Bekannte: Der ehemalige Wermelskirchener Kreisläufer Maik Pallach, Rückraumschütze Carsten Lange (HG Remscheid) und nicht zuletzt Kreisläufer Ceven Klatt, der in der vergangenen Spielzeit noch für das Hepp-Team auf Torejagd ging. Den interessiert das aber herzlich wenig: "Wir müssen auf uns schauen und den Ferndorfern durch eine stabile Deckung unser Spiel aufzwingen", fordert der Coach.
Nach einem Zwischentief konnten die Wermelskirchener zuletzt drei Siege in Serie verbuchen. Das Fundament dafür bildet die beste Abwehr der Liga. Die wird nun gegen den torgefährlichsten Angriff wohl auf die bislang stärkste Probe gestellt. Doch auch da ist Hepp nicht bange: "Die Ferndorfer sind noch nicht eingespielt, und ich weiß, zu was wir in der Lage sind."
Allerdings machten Blessuren und berufliche Verpflichtungen einer guten Trainingsbeteiligung in der vergangenen Woche einen Strich durch die Rechnung. "Deswegen werden wir am Sonntag bei der Aufstellung im Vergleich zur letzten Woche eventuell einige Veränderungen vornehmen müssen", sagt Hepp, der wohl auch auf Dirk van Walsem verzichten muss, der sich am letzten Spieltag eine Augenhöhlenprellung zugezogen hat.
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