Football: Sieg trotz Niederlage
VON MICHAEL IN'T ZANDT - zuletzt aktualisiert: 29.09.2009Der Tag danach Trotz des verpassten Aufstiegs dürfen sich die Footballer des Bergischen Amboss als Gewinner fühlen. Sie haben eine tolle Saison gespielt und Werbung in eigener Sache und für den Sport betrieben.
Der Stachel der Enttäuschung über den verpassten Aufstieg nach der 18:21-Heimniederlage gegen die Dortmund Giants saß bei den Footballern des Bergischen Amboss tief. Doch die Tränen waren schnell getrocknet. "Wir haben nachher noch zusammengesessen, und die Stimmung war eigentlich gut", berichtet Mathias Picard, der für die Organisation des Rahmenprogramms bei bei den Heimspielen zuständig ist. "So ist eben der Sport. Es gibt Gewinner und Verlierer. Trotz allem: Die Jungs haben eine tolle Saison gespielt", lobte Picard das Team, das am Sonntag nicht nur Werbung in eigener Sache betrieb, sondern auch für den Sport.
Reicht Platz zwei?
Erst Ende November wird feststehen, ob der Bergische Amboss auch in der kommenden Saison in der Oberliga spielen wird. Je nach Auf- und Abstieg in übergeordneten Ligen könnte der zweite Platz für den Aufstieg reichen. Den wollen sich die Remscheider am 10. Oktober mit einem Sieg in Aachen endgültig sichern.
"American Football ist eine Randsportart, die nahezu unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfindet", weiß Picard, Nicht so in Remscheid. 2250 Zuschauer pilgerten zum entscheidenden Spiel ins Stadion Reinshagen und sorgten für eine stattliche Kulisse. Sogar aus Köln, Bonn und Frankfurt kamen Football-Interessierte angereist, um dem Spektakel beizuwohnen. Es hat sich herumgesprochen, dass die Heimspiele der Ambosse etwas Besonderes sind. "Bundesweit sind wir die Nummer eins", glaubt Picard und sagt dies nicht ohne Stolz. "Das Niveau unserer Veranstaltungen ist sehr hoch. Wir lassen uns immer etwas Neues einfallen", erklärt Picard weiter. Am Sonntag schwebten beispielsweise Spieler mit einem Helikopter ins Stadion ein.
Trotz des verpassten Aufstiegs blickt Picard positiv in Zukunft. "Es geht weiter voran. Wir wachsen von innen heraus", erläutert Picard, der glaubt, dass sich American Football in der Remscheider Sportszene etablieren kann. Und um die sportliche Zukunft ist ihm auch nicht bange. Dass nach dem nicht geschafften Aufstieg Spieler zu anderen Vereinen wechseln werden, glaubt er nicht: "Die Saison hat die Mannschaft zusammengeschweißt." Zudem seien schon Anfragen von Akteuren gekommen, die gerne beim Amboss spielen wollen. Eins stellt Picard allerdings klar: "Wir verzichten lieber auf den sportlichen Erfolg, bevor wir uns teure Spieler holen. Uns ist der Aufbau des Vereins wichtig." Dazu zählt insbesondere die Nachwuchsarbeit bei den Remscheidern.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum