Fußball: Steinhauer fordert neue Spieler
VON GERHARD PICK - zuletzt aktualisiert: 09.08.2010Beide Vertreter des Kreises 14 sind in der ersten Runde ausgeschieden. Bezirksligist SV 09/35 Wermelskirchen unterliegt dem Niederrheinligisten 1. FC Viersen mit 1:3. Das Duell der Bezirksligisten verliert der BV Burscheid gegen den SV Wanheim 1900 mit 1:3 nach Elfmeterschießen.
Die Überraschung blieb aus. Eine Woche vor Beginn der Meisterschaft bezog Bezirksligist SV 09/35 Wermelskirchen im heimischen Eifgenstadion eine 1:3 (1:2)-Niederlage gegen den Niederrheinligisten 1. FC Viersen und schied damit in der ersten Runde aus dem Niederrhein-Pokal aus.
Dabei zog sich die neu formierte Elf von Trainer Lothar Steinhauer durchaus achtbar aus der Affäre. "Wir haben uns gut verkauft", zog Steinhauer deshalb am Ende zu Recht eine positive Bilanz. Zwar hatten die Gäste deutliche Vorteile, waren technisch überlegen, zielstrebiger und durchweg schneller, ließen aber die letzte Konsequenz vermissen und hatten auch zu wenig Ideen, um die defensiv eingestellten Wermelskirchener ernsthaft zu gefährden.
SV 09/35 – Viersen 1:3
09/35: Steinhauer - Suchanoff, Emde, Grolewski, Volmer, Friesel, Grgic, Seipelt, Frohn (33. M. Aust), Schmitt (37. Dalitz), Kilic.
Tore: 1:0 Grgic (18.), 1:1 Ribeiro (25.), 1:2 Hilleke (36.), 1:3 Di Buduo.(90.)
Nach 18 Minuten nutzte der SV 09/35 bei einem der wenigen Konter eine Unaufmerksamkeit der Viersener zur überraschenden Führung, die Benjamin Grgic nach Vorlage von Denis Grolewski erzielte. Doch auch die Wermelskirchener Abwehr patzte. Als Fabio da Simones Ribeiro sieben Minuten später nicht energisch genug verfolgt wurde, glich der zum 1:1 aus. Elf Minuten später setzte sich Ribeiro gegen den gerade eingewechselten Martin Aust durch. Seine Flanke versenkte Philipp Hilleke unbedrängt per Kopf zur Führung für die Gäste ins Netz.
Dabei hätte es bleiben können. Viersen leistete nicht mehr als nötig, um Wermelskirchen auf Distanz zu halten. Die Gastgeber wiederum hätten sogar ausgleichen können, wenn Denis Grolewski eine Viertelstunde vor Schluss statt in die Arme des Viersener Keepers Thomas Gerdes etwas genauer gezielt hätte. Oder wenn Christian Dalitz fünf Minuten vor Spielende kurz vor dem Viersener Tor den Ball unter Kontrolle bekommen hätte. Stattdessen beendete Nando Di Buduo in der Nachspielzeit einen sehenswerten Konter mit dem 3:1.
Während Steinhauer das Pokal-Aus problemlos abhaken konnte, bereiteten ihm einige Situationen im Spiel sowie das Ausscheiden von Thorsten Frohn (nach 33 Minuten) und Marc Oliver Schmitt (vier Minuten später) Kopfzerbrechen. "Ich hoffe, der Vorstand hat gesehen, dass wir noch zwei, drei neue Spieler brauchen." Er könne auch schon mit Namen dienen, erklärte der SV-Coach.
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