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Fußball: Stock verhindert Auswärtspleite

VON GERHARD PICK - zuletzt aktualisiert: 22.12.2008

Schiedlich friedlich trennten sich TuS Union 09 Mülheim und der SV 09/35 Wermelskirchen gestern in der Fußball-Landesliga mit einem 0:0 und machten sich damit die erhofften Weihnachtsgeschenke. Mülheim verließ aufgrund des besseren Trefferkontos die Abstiegszone, Wermelskirchen stoppte nach den Niederlagen gegen Sudberg und Rellinghausen den sich abzeichnenden Abwärtstrend.

Info

Union – SV 09/35 0:0

09/35 Wermelskirchen: Türk – Sagmak (71. Amberger), Proksza (46. Cakolli), Yilmaz, Emde, Stock, Ceyhan (71. Ruschke), Grgic, Bl. Kastrati, Lakraa, Zlatanovic.

Tore: Fehlanzeige.

Besondere Vorkommnisse: keine.

Allerdings benötigten die Wermelskirchener dazu eine Menge Glück, und den tollen Einsatz von Christian Stock. Dessen Glanztat, als er in der 69. Spielminute den Ball in beherztem Sprint noch vor der Torlinie erreichte und wegschlug, war es zu verdanken, dass der Mülheimer Torjubel jäh verstummte. Die hatten den Ball bereits im SV-Tor gesehen, nachdem Giovanni Campanella Nachlässigkeiten von Hakan Sagmak und Ramazan Yilmaz genutzt und auch Torhüter Daniel Türk das Nachsehen gegeben hatte. Die beste Aktion für Mülheim, aber nicht die einzige Chance in der zweiten Spielhälfte. Zwei oder drei weitere Möglichkeiten, die sich die schnörkellos anstürmenden Gastgebern gegen die allzu nachlässige Wermelskirchener Abwehr erarbeiteten, wurden kläglich vergeben. Zum Glück für die Wermelskirchener, deren Abwehr in Mülheim bedenkliche Lücken aufwies und deren Angriff weitgehend versagte.

Vor der Pause konnten Sinan Ceyhan und Blerim Kastrati mit ihren Möglichkeiten nichts anfangen. Nach dem Seitenwechsel zeigte Asis Lakraa, dass auch ihm die Spiel- und Trainingspause der letzten Tage nicht gut bekommen ist. Völlig unbedrängt schlug er den Ball kurz nach der Pause am Mül-heimer Tor vorbei und vergab damit die beste Möglichkeit. Die letzte Chance für den SV 09/35 hatte Jörn Amberger, doch auch er zielte weit am Gehäuse vorbei.

Das war typisch für das, was sich auf der „Seenplatte“ an der Südstraße in Mülheim ereignete. Spielerische Glanzleistungen waren auf diesem Untergrund nicht möglich, selbst besser vorbereitete Akteure hätten da ihre Probleme gehabt. Doch gerade daran haperte es beim SV 09/35. Trainer Gerd Kentschke sprach von einer „unglaublich schlechten Leistung“, mit der man den Punkt gewonnen habe. Verantwortlich dafür machte er neben der Leistungsschwäche einiger Akteure vor allem die schlechten Trainingsbedingungen. Seitdem im Eifgen nicht mehr richtig trainiert werden könne, seien auch die Leistungen abgesunken. Das habe sich in Rellinghausen und in Sudberg bereits gezeigt. Und daran habe man nun angeknüpft.

Quelle: RP

 
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