Fußball: SV 09/35 überrascht erneut
VON GERHARD PICK - zuletzt aktualisiert: 27.10.2008Fußball-Landesligist SV 09/35 Wermelskirchen ist immer für Überraschungen gut: So auch beim verdienten 2:2 (2:2) gegen den haushohen Favoriten RW Oberhausen II. Der wurde nur eine Halbzeit lang seiner Favoritenrolle gerecht und zeigte mit einigen schönen Spielzügen, welches Potenzial in dieser Mannschaft steckt.
Bis fünf Minuten vor der Pause schien die Partie zu einem Spaziergang für die Gäste zu werden, die es nur versäumten, mehr als zwei Treffer zu erzielen. Gut sah das aus, wie sie beinahe mühelos die Wermelskirchener Abwehr mit einem genauen Pass überwanden und so Kevin Kirchner den Weg zum 1:0 (13.) öffneten. Ebenso schön das 2:0, bei dem David Müllers genauer Eckball von Edis Fazljija per Kopf verwandelt wurde (29.). Doch die Wermelskirchener zeigten Charakter, kämpften weiter und nutzten ihre Möglichkeiten, die sich durch die in der Abwehr anfälligen Gäste boten. Zuerst durch einen schönen Drehschuss von Christian Stock (43., 1:2), und bereits zwei Minuten später schloss Blerim Kastrati einen beherzten Flankenlauf mit einer mustergültigen Flanke zu Hakan Sagmak ab. Der ließ sich die Möglichkeit nicht entgehen und glich aus (45.). Oberhausen war geschockt, gegenseitige Vorwürfe begleiteten den Gang in die Kabine.
Wer nun erwartet hatte, dass die Gäste sich nach dem Seitenwechsel wieder auf ihre spielerischen Stärken besinnen würden, sah sich getäuscht. Stattdessen drehten die Gastgeber immer besser auf, machten mit hohem läuferischen Einsatz das spielerische Übergewicht der Oberhausener wett und hatten am Ende sogar die besseren Torchancen. Nur einmal brauchte der ansonsten starke SV-Torhüter Daniel Türk noch das Glück des Tüchtigen, als er bei einem Lattenkracher nur zuschauen konnte (55.). Doch danach war der SV am Drücker, während die Oberhausener zunehmend zu unfairen Mitteln griffen, um den Spielfluss der Gastgeber zu unterbinden.
Die Folge: Eine Reihe Gelber Karten und Auswechslungen bei RWO, um drohende Platzverweise zu verhindern. Schade nur, dass Blerim Kastrati und Jörn Amberger ihre Möglichkeiten nicht energisch genug nutzten und am RWO-Keeper Sören Pirson scheiterten. Pech hatte zudem Benjamin Grgic, dessen Weitschuss an die Latte knallte.
Mit der Leistung war schließlich Trainer Gerd Kentschke zufrieden und sprach seinem Team das verdiente Kompliment für eine starke Leistung aus.
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