Handball: Tenter Kontrastprogramm
VON STEFAN BLAMOV - zuletzt aktualisiert: 03.04.2009Nach dem Gipfeltreffen gegen Korschenbroich wartet auf Handball-Regionalligist TuS Niederwermelskirchen nun das Gastspiel beim Schlusslicht aus Aachen. Dabei übernimmt Carsten Burghoff die Verantwortung fürs Team. Spielertrainer Lars Hepp büffelt für die A-Lizenz.
Extremer könnte das Kontrastprogramm für Handball-Regionalligist TuS Niederwermelskirchen kaum sein: Nachdem am vergangenen Freitag der verlustpunktfreie Tabellenführer aus Korschenbroich mit seinem Sieg in beeindruckender Weise seine Visitenkarte hinterließ, reisen die Tenter nun am Samstag (Anwurf: 19.30 Uhr) zum punktlosen Schlusslicht DJK BTB Aachen.
Statt des aggressiven Abwehrbollwerks des TVK wartet nun die schwächste Deckung der Liga. Statt des Korschenbroicher Angriffswirbels kommt das laue Angriffslüftchen der Aachener auf die TuS-Deckung zu. Statt eines zweitliga-erprobten "Starensembles" bekommen es die Schützlinge von TuS-Spielertrainer Lars Hepp mit einer No-Name-A-Jugend zu tun, gegen die das Hinspiel bereits mit 50:33 gewonnen wurde.
"Allerdings", erinnert sich TuS-Co-Trainer Carsten Burghoff, der den abwesenden Lars Hepp (büffelt bei einem A-Lizenz-Trainerlehrgang in Wismar) vertreten wird, "haben wir im Hinspiel eine katastrophale Abwehrleistung geboten. Das war kein Ruhmesblatt".
Auch Küster bleibt
Er ist mit 164 Treffern aktuell der beste Torschütze des Handball-Regionalligisten TuS Niederwermelskirchen und damit zugleich sechstbester Werfer der Liga. Und er bleibt ein weiteres Jahr bei den Blau-Gelben: Gestern teilte TuS-Manager Klaus Fischbach mit, dass auch Thomas Küster (28; BM-Foto: Hertgen) seinen auslaufenden Vertrag verlängert hat. Aus dem aktuellen Kader steht damit nur noch die Zu- oder Absage von Kreisläufer David de la Fuente aus.
Unterdessen wurde bekannt, dass die Tenter als Nach-Saison-Dessert für ihre Anhängerschaft ein Testspiel vereinbart haben. Für den 9. Juni gab Bundesligist VfL Gummersbach die Zusage für den Auftritt in der Halle Am Schwanen.
Stimmt. Lediglich gegen LIT Nordhemmern/Mindenerwald war Aachen mit 34 erzielten Toren im Angriffsspiel bisher erfolgreicher. Sonst kommt das technisch durchaus versierte, körperlich allerdings nicht regionalliga-taugliche Team aus der Kaiserstadt auf einen Toreschnitt von 23,6 erzielten Treffern. "Es wäre daher schön, wenn wir Aachen auch nicht mehr als 23,6 Tore erlauben würden", sagt Burghoff augenzwinkernd, für den der Angriff im Moment eher die zweite Geige spielt ist: "Unsere Tore werden wir schon machen."
An einem Erfolg wird im TuS-Lager derweil zu keiner Sekunde gezweifelt. "Wir wollen dabei aber auch eine gute Leistung zeigen", fordert Burghoff, der den Gastgebern trotz ihres "Kanonenfutter"-Status höchsten Respekt zollt: "Die fallen in jedem Spiel auf die Nase und stehen immer wieder auf. Vor dieser tollen sportlichen Einstellung ziehe ich meinen Hut." Personell haben die Gäste erstmals wieder alle Akteure mit an Bord. Auch Rechtsaußen Knut Niegetiet wird nach seinem Innenbandanriss wieder dabei sein.
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