Trampolin: Teuer verkauft
VON HENNING SCHLÜTER - zuletzt aktualisiert: 06.11.2006Gegen Spitzenreiter Frankfurt schlug sich Zweitligist TV Winterhagen achtbar. Und das, obwohl die Gastgeberinnen einige ihrer Trampolin-Turnerinnen fürs entscheidende Saisonfinale am Samstag schonten.
Können die Trampolinturner des TV Winterhagen das rettende Ufer noch erreichen? Diese Frage wird am kommenden Samstag beantwortet. Dann gastiert der Zweitliga-Aufsteiger bei der TSG Saar und muss dort unbedingt gewinnen (und zugleich auf eine Niederlage von Dillenburg beim Spitzenreiter Frankfurt hoffen), um die Klasse halten zu können.
Angesichts dieser Konstellation schonte der TVW am Samstag in der Halle Brunsbachtal einige Turnerinnen gegen die Frankfurt Flyers II. Zu übermächtig erschien der Gegner, um für eine Überraschung sorgen zu können. Und tatsächlich gab es mit 315,1:335,0 auch die erwartete Niederlage, die aber vergleichsweise knapp ausfiel. „Wir haben zwar schon mal mehr gepunktet“, urteilte TVW-Pressesprecherin und Turnerin Sabrina Kose nach den drei Durchgängen, „aber wir haben uns teuer verkauft und uns nicht hängen lassen.“
Das galt zuvorderst für Lena Lienenkämper. Die 18-Jährige war einmal mehr Tagesbeste der beiden Klubs und demonstrierte dabei erneut, dass sie durchaus Erstliga-Format besitzt. „Noch hat es meines Wissens aber keine Offerten aus der Bundesliga gegeben“, sagt Kose, „und selbst wenn: Ich kann mir nicht vorstellen, dass Lena uns verlassen würde.“
Ebenfalls im Kader stand am Samstag TVW-Abteilungsleiterin und „Mrs. Trampolin“ Claudia Kiel. Mit ihren 44 Jahren bildete sie den altersmäßigen Kontrapunkt zu den vielen jungen Hüpfern im Winterhagener Team, das durch Bianca Osenberg, Natalie und Jessica Jäger sowie Sabrina Kose komplettiert wurde.
Nachwuchsarbeit trägt Früchte
Aber nicht nur in der Zweiten Liga wurde am Samstag im Brunsbachtal geturnt. Auch in der Rheinland-Liga, in der die zweite Mannschaft des TVW unter sieben Vereinen auf Platz eins kam und sich damit fürs Rheinland-Finale am 2. Dezember qualifiziert hat. Stark präsentierte sich auch der Nachwuchs in der Schülerliga: Auch hier traten sieben Mannschaften an, die Winterhagener landeten mit zwei Teams auf den Plätzen eins und drei. Ein weiteres Indiz für die gute Nachwuchsarbeit des TVW.
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