Motorsport: Tigra und Trial
VON JÖRG UFER UND MICHAEL INT ZANDT - zuletzt aktualisiert: 12.02.2009In Wermelskirchen und Dabringhausen scharren Motorsportler mit den Hufen, um in die Saison zu starten. Gerry Diel will auf der Rundstrecke vorne landen, das Ehepaar Bauss auf holprigen Wegen im Europa-Cup.
"Das Paket ist geschnürt, es kann losgehen." Gerhard Diel kann den Saisonstart kaum erwarten: "Mit wirklich gutem Material aus dem Hause Kissling-Motorsport rechne ich mir gute Chancen aus, in der Rundstrecken-Challenge Nürburgring weit vorn zu landen." Diel war 2007 Meister in der Einsteigerklasse "RCN light" und beendete die Saison 2008 im Feld der über 500 Piloten auf dem fünften Gesamtrang. "Mehr war mit dem seriennahen Opel Astra nicht drin, daher mussten wir etwas tun. Entweder den Astra aufrüsten oder ein anderes Fahrzeug bauen."
Nachdem der Oberhausener Guido Schäfer den Astra kaufte, fand Diel mit Teamchef Stefan Kissling und seinen Sponsoren eine neue Lösung: Zum Einsatz kommt 2009 ein Opel Tigra TwinTop mit einem Zweiliter-16V-Motor und deutlich über 200 PS.
"Der Tigra ist ein ideales Rennauto und mit dem aus dem Astra bekannten und schnellen Motor sicherlich ein Top-Auto für die Klasse der Specials bis 2000 ccm", ist der 51-Jährige überzeugt. "Außerdem werde ich bei allen acht Rennen zur RCN von den Fritzsche-Zwillingen oder Marco Wolf unterstützt. Einer von den Dreien wird sich mit mir jeweils das Cockpit teilen – mit der Hoffnung, möglichst viele Punkte für die diversen Meisterschaften beim AvD oder bei Opel zu ergattern."
Europa vor Frankreich
Trotz der vielen Verletzungen und Schmerzen, die Hans-Werner Bauss in der vergangen Saison erdulden musste, hat er sich zusammen mit seiner Frau Christiane dazu entschlossen, auch in diesem Jahr mit dem Trial-Gespann um Meisterehren zu fahren. "Priorität hat allerdings der Europa-Cup", sagt Bauss, der im vorigen Jahr – als Titelverteidiger gestartet – Zweiter wurde.
Als weiteren Wettbewerb wird das Ehepaar die Französische Meisterschaft fahren, die aus vier Läufen besteht. "Die ist qualitativ interessanter und zudem ein gutes Training", begründet Bauss, warum er die französische der nationalen Meisterschaft vorzieht. Das heißt aber nicht, dass Bauss/Bauss bei der DM nicht starten. Bereits am Wochenende fährt die Wermelskirchener Kombination beim ersten DM-Lauf in der Nähe von Aschaffenburg, um zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen. "Wir haben unser neues Gespann erst eine Woche und sind noch nicht damit gefahren", erklärt Bauss, der beim DM-Lauf nicht nur das neue Sportgerät testen, sondern auch für den ersten Lauf des Europa-Cups trainieren will. Zuvor wird das Wermelskirchener Duo allerdings Ende März in Bordeaux bei der französischen Meisterschaft fahren.
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