Leichtathletik: Titel für Biesenbach
VON MICHAEL INT ZANDT UND HENNING SCHLÜTER - zuletzt aktualisiert: 11.02.2010Bei der Westdeutschen Hallenmeisterschaft der Leichtathleten war die Wermelskirchenerin im Trikot von Bayer Leverkusen im Weitsprung nicht zu schlagen. Der Nachwuchs der LG Remscheid sammelte vor allem Erfahrung.
Besting auf Rang 15
Die Remscheiderin Doreen Besting (Bayer Leverkusen) erreichte bei der "Westdeutschen" im Weitsprung 5,26m. Damit verpasste sie den Einzug ins A-Jugend-Finale und belegte den 15. Platz.
Mit der Westdeutschen Meisterschaft stand am Wochenende für die jungen Athleten der LG Remscheid ein Höhepunkt der Hallensaison auf dem Programm. Mit Julia Gottschalk, Laura Effelberg, Urs Möller, Lisa Meyer und Caroline Hardt (alle Reinshagener TB) und Ramona Bothe (Lüttringhausener TV) hatten sich fünf Jugendliche in elf Wettbewerben für den Wettkampf in Leverkusen qualifiziert.
Dass dies keine leichte Aufgabe wird, war von Anfang an klar. So musste Urs Möller als B-Jugendlicher erstmalig mit dem schwereren Gewicht der A-Jugend im Kugelstoßen antreten und belegte mit 12,20 Meter den neunten Platz. Ramona Bothe verzichtete auf 200 und 400 Meter und ging stattdessen im Sprint über 60 Meter an den Start, bei dem sie in guten 8,21 Sekunden als Fünfte ins Ziel kam.
Beim Lauf über 800m hatte sich Caroline Hardt eigentlich einen Platz unter den ersten Acht vorgenommen, verpasste dieses Ziel aber denkbar knapp: Nach einem taktisch klugen Rennen blieb die B-Jugendliche in 2:25,17 Minuten zwar etwas unter ihren Möglichkeiten, dennoch bedeutete das Ergebnis die schnellste Hallenzeit, die sie bisher erzielt hat und gleichzeitig Platz neun in der A-Jugend-Konkurrenz.
Laura Effelberg und Julia Gottschalk konzentrierten sich ganz auf die abschließende 200m-Staffel. Gemeinsam mit Lisa Meyer und Ramona Bothe gab es für die bisher so erfolgreiche Staffel diesmal kein Happy-End: Trotz kleinerer Fehler bei den Wechseln stürmten die vier Sprinterinnen als Vorlaufzweite ins Ziel. Doch ein Wettkampfrichter glaubte beim Anlauf die Fußspitze einer LG-Läuferin auf der Linie gesehen zu haben, somit wurde das Quartett disqualifiziert.
Deutlich erfolgreicher war das Sprint-Quartett von Bayer Leverkusen, für das auch die Wermelskirchenerin Kira Biesenbach antrat. Die frisch gebackene Deutsche Fünfkampf-Hallenmeisterin (wir berichteten) lief zusammen mit ihren A-Jugend-Teamkolleginnen Lisa Kurschilgen, Julia Brandt und Barbara Szarabajko in 1:41,78 Minuten auf den dritten Rang.
Noch besser schnitt die Wermelskirchenerin als Solistin ab. Im Weitsprung-Finale holte sich Biesenbach mit 6,16 Meter den Titel der Westdeutschen Meisterin. Damit hatte sie zwei Zentimeter Vorsprung vor der Zweitplatzierten, Lena Malkus aus Münster. Biesenbach sprang sehr konstant: Bei zwei Fehlversuchen lag ihre "schwächste" Weite bei 5,94 Meter.
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