Rollkunstlauf: Tolle Gala, ernste Sorgen
VON GERHARD PICK - zuletzt aktualisiert: 05.12.2011Rollkunstlauf (RP). Die Rollkunstläufer des Remscheider TV haben einmal mehr mit viel Liebe und Fleiß das gut besuchte Winterschaulaufen ausgerichtet. Doch die Zahl der Aktiven nimmt ab, die Zukunftsfrage stellt sich.
Als Gala-Veranstaltung sorgte auch in diesem Jahr das Winterschaulaufen der Rollkunst-Abteilung des Remscheider TV in der Halle Hackenberg für ein beeindruckendes Saison-Finale. Auch die Kulisse stimmte wieder, der traditionell ein Querschnitt durch das Pflicht-, Kür- und Übungsprogramm des Jahres geboten wurde.
An dem Programm waren alle aktiven Läufer beteiligt, von den Kleinsten, den Freiläufern, bis zu den Cup-Damen. Mit Solisten, wie dem mehrmaligen Landesmeister Andreas Wagner und der amtierenden Norddeutschen Meisterin Lena Henning, mit Gruppen wie den "Spice Girls" und der "Ehemaligen-Gruppe", die nur zum Spaß mit "Foot Loose" noch einmal für mächtig Stimmung sorgte, ehe die Halle nach dem dritten "Show-Block" erstmals zum Rollschuhlaufen für alle freigegeben wurde.
Nachwuchs gesucht
Die Rollkunstläufer des Remscheider TV suchen Nachwuchs. Wer Interesse hat, ist beim Dienstag-Training (16.15 bis 17.15 Uhr) in der Sporthalle Hackenberg gern gesehen.
Neuerungen gibt es auch in der Abteilung, die sich derzeit im Umbruch befindet. Trotz traditionell beeindruckender Schau wurde deutlich, dass die Zahl der Aktiven geschrumpft ist. Eine große Formation, die oft beim Jahresabschluss in Hackenberg begeisterte, war nicht mehr dabei. Vorausblicke auf künftige Auftritte von Meisterschaftsgruppen fehlten, denn diese Gruppen gibt es nicht mehr. Allerdings feiert der RTV noch Erfolge in Einzelwettbewerben.
"Wir kämpfen um den Erhalt unserer Abteilung", sagen Sabrina Leyendecker und Annika Schmidt, die seit Anfang des Jahres die Rollkunstlauf-Abteilung leiten: "Viele Ältere haben aufgehört oder werden aufhören und können nicht so einfach ersetzt werden."
So erhält der martialische Titel "Advent, Advent, der Rollschuh brennt", eine durchaus zwiespältige Bedeutung. Eigentlich sei es eine Spaß-Idee gewesen, sagt Annika Schmidt, doch treffe der Titel auch ein wenig die derzeitige Situation der Abteilung.
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