Fußball: TuRa-Süd: Ereignisreiche Fahrt zum Fragaria-Cup nach Presov
zuletzt aktualisiert: 10.07.20101380 Kilometer im Bus, einfache Strecke. Aber die haben sich gelohnt, sagen Vertreter von TuRa Remscheid-Süd und Sportbund Remscheid. Gemeinsam traten sie vergangene Woche zum zweiten Mal die weite Reise nach Presov (Slowakei) an, um dort am Fragaria-Cup teilzunehmen.
201 Teams aus 18 Nationen
201 Mannschaften aus 18 Nationen (unter anderem von den Philippinen) traten in Remscheids Partnerstadt beim Jugendfußball-Turnier der Superlative an. Als einzige deutsche Vertreter waren zwei Teams aus Bliedinghausen dabei. Mit Erfolg: Die von Marcel Heinz betreuten U 15-Mädchen schrammten nur knapp am Siegerpodest vorbei und verloren im Spiel um Rang drei gegen ein slowakisches Team unglücklich im Elfmeterschießen. Ein Trost: Als die TuRa schon wieder auf der Heimreise war, wurde Janine Heinz, Tochter von Jugendleiter Dirk Heinz, ins siebenköpfige Allstar-Team ihres Jahrgangs gewählt.
Die männlichen C-Junioren von Trainer Ralf Gräfe schieden zwar in der Vorrunde aus. Sie waren aber im Gegensatz zum Vorjahr keine "Opfer", hielten gegen die körperlich robusten und teils unter profihaften Bedingungen trainierenden Gegner aus Osteuropa mit und erspielten sich auch einen 2:1-Erfolg gegen ein polnisches Team.
Aber für die 43-köpfige Remscheider Delegation, die im Hotel "Dukla" gleich 19 Zimmer in Beschlag nahm und zu der auch Sportbund-Vorsitzender Reinhard Ulbrich gehörte, stand nicht nur der Sport im Vordergrund. Die Bergischen sammelten einmal mehr reichhaltige Erfahrungen. Zum Beispiel bei der offiziellen Turniereröffnung mit einer prachtvollen Flaggenparade. Oder bei den Hürden des Bestellens im Restaurant, wo aus den georderten Pommes schon mal eine Tüte Chips wurde. Oder beim Fototermin mit dem slowakischen WM-Spieler Stanislav Sestak, der aus Presov stammt und der sein WM-Trikot für den besten Spieler des Turniers spendete. Oder beim offiziellen Empfang durch die Stadt im Rathaus. Oder beim WM-Public-Viewing inmitten überwiegend osteuropäischer Fußball-Fans. Oder, oder, oder . . .
Kontakt zu anderen Sportarten
Es wurden aber auch viele Anregungen mit nach Hause gebracht, wie die Partnerschaft zwischen beiden Städten mit noch mehr Leben gefüllt werden kann. Ende des Jahres ist beispielsweise ein Alte Herren-Turnier in Presov geplant. Ein Remscheider Team, auch eine Auswahl, ist gerne gesehen. Zudem wurden Kontakte zu Handballern und Leichtathleten (Röntgen-Lauf) geknüpft, die nun vertieft werden sollen.
Als perfekten Anknüpfungspunkt sieht Ulbrich aber auch dem Umstand, dass das benachbarte Kosice (36 Kilometer entfernt) 2013 neben Marseille Kulturhauptstadt Europas geworden ist. "Da müsste sich doch die Gelegenheit ergeben, mit dem Sport und auch in anderen Bereichen die Städtepartnerschaft zu vertiefen."
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