Handball: TuS dieses Mal im Glück
zuletzt aktualisiert: 17.09.2007Mettmann-Sport – TuS Niederwermelskirchen 27:28 (11:14) – Vor gut einer Woche stürzten die Oberliga-Handballer des TuS Niederwermelskirchen durch einen „Last-Minute-Treffer“ beim 32:32 gegen den TV Kapellen noch ins Tal der Tränen. Am Samstag waren es die Tenter, die durch ein Tor in letzter Sekunde den Gipfel der Freude erklommen: Philipp Schlösser verwandelte sicher von der Siebenmeterlinie und bescherte dem TuS den alles in allem glücklichen Auswärtssieg beim Regionalliga-Absteiger aus Mettmann.
„Ich bin überglücklich. Vor allem die kämpferische Leistung stimmte“, meinte TuS-Trainer René Witte nach dem spannenden, aber keineswegs hochklassigen Spitzenspiel. Bis zur Mitte der ersten Hälfte hatten sich die Gäste einen 8:5-Vorsprung erarbeitet, wobei sich zum einen Miroslav Dvoroznak und Erwin Reinacher im Angriff als sehr effektive Schützen erwiesen (das Duo erzielte neun der 14 Tore). Zum anderen verdiente sich aber auch Alexander Jentzsch in der kompakten TuS-Abwehr Bestnoten, weil er die Kreise von Torjäger André Loschinski wirkungsvoll einengte. Und da die Hausherren auch im Spielaufbau einige Defizite hatten, konnte der TuS eine Drei-Tore-Führung mit in die Pause nehmen.
„Ich gehe da nicht mehr rein“, meinte TuS-Abteilungsleiter Eckhard Schmied in der Halbzeit sichtlich mitgenommen. Er nahm dennoch wieder Platz und musste mit ansehen, wie seiner Mannschaft die Felle davon zu schwimmen drohten. Denn Mettmann-Trainer Lutz Plümacher hatte seine Abwehrformation umgestellt, was vor allem Reinacher und Dvoroznak die Durchschlagskraft nahm. Auch die Abwehr der Tenter stand nun nicht mehr so sicher. Loschinski aus dem Rückraum sowie Matthias Späth und der Ex-WTVer Jens Buss am Kreis setzten nun die Akzente.
Mitte der zweiten Halbzeit führte Mettmann plötzlich mit 24:21. Witte reagierte und brachte mit dem Rückraum-Hünen Thomas Grugel einen frischen Mann. Innerhalb von fünf Minuten war der Ausgleich geschafft. Als Ilja Fuchs beim 26:26 zwei Minuten vor Schluss einen Strafwurf von Klein parierte und Reinacher im Gegenzug zum 27:26 traf, schien der Sieg zum Greifen nahe. Doch Loschinski traf 20 Sekunden vor Schluss zum 27:27. Und dann ertönte nach einem Zweikampf zwischen Daniel Funk und Späth der letzte Siebenmeter-Pfiff.
TuS-Tore: Reinacher (8), Dvoroznak (7), Schlösser (5/3), Niegetiet, de la Fuente (je 2), Grugel, Hepp, Funk, Jentzsch (je 1).
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