Handball: TuS morgen im Derby gegen die Panther
VON STEFAN BLAMOV UND HENNING SCHLÜTER - zuletzt aktualisiert: 15.02.2010Am Vormittag machte Staffelleiter Günter Knickmann Nägel mit Köpfen: Angesichts neuer Schneefälle und Glätte auf den Straße wurde das gestrige Spiel der Handball-Regionalliga zwischen der HSG Lemgo II und den Bergischen Panthern abgesetzt. Neuer Termin ist Sonntag, 7. März, um 17 Uhr.
Panther-Trainer Norbert Bothe nahm die Absage gelassen hin. Er hat momentan ohnehin andere Sorgen: Sein sportlicher "Ziehsohn" und Leistungsträger Rainer Hantusch liegt nach wie vor im Krankenhaus. Nach einer Operation (wir berichteten) hat sich eine bakterielle Entzündung im Gelenk eingestellt. Vorerst ist für den Torjäger an Handball nicht zu denken. Bothe: "Man muss fürchten, dass er diese Saison gar nicht mehr spielt."
Das wiederum wäre schon fast mit dem Abstieg gleichzusetzen, zumal die Panther wohl auch keine Blutauffrischung am Kreis bekommen werden. Zwar gab es wie berichtet Kontakte zu Bruno Scherer vom Leichlinger TV, der David de la Fuente (Mexiko-Reise) ersetzen sollte. Doch Frank Lorenzet, der Trainer der Leichlinger, betont: "Bruno hat bei uns noch einen Vertrag, und er hat mir versichert, dass er in dieser Saison im Falle des Falles nur bei uns aushelfen wird."
Somit steht bereits das morgige Nachholspiel (20.30 Uhr, Halle Am Schwanen) beim TuS Wermelskirchen für den Aufsteiger unter keinem guten Stern. Allerdings befindet sich auch der geografische Nachbar momentan nicht gerade in einer Topform – wie die klare Niederlage vom Freitag in Hagen dokumentiert. Das Hinspiel gewann der TuS mit 29:28.
Die Pleite im Spitzenspiel, als sich TuS-Spielertrainer Lars Hepp und seine Schützlinge über weite Strecken kraft-, ideen- und leidenschaftslos präsentierten, war die zweite Niederlage hintereinander und ein herber Dämpfer für die Aufstiegsträume der "Dellmänner". Deren Co-Trainer Lutz Petri blickt dem Derby, das am 29. Januar witterungsbedingt abgesagt werden musste, trotzdem optimistisch entgegen: "Das Spiel kommt zum richtigen Zeitpunkt. Schon alleine, weil viele Spieler aus der Gegend kommen, sind sie mit Herzblut bei der Sache. Außerdem haben wir nach der Partie in Hagen noch etwas gutzumachen."
Wo am Freitag kaum Leidenschaft und Einsatzwille sondern vielmehr Lethargie und hängende Köpfe zu sehen waren, sollen nun im 6:0-Deckungsverband – sonst Prunkstück und Fundament des "TuS-Express" – wieder Grundtugenden wie Aggressivität und Zweikampfstärke an den Tag gelegt werden. "Am Zweikampfverhalten haperte es in Hagen am meisten. Wir waren körperlich nicht in der Lage, den Großteil der körperlichen Auseinandersetzungen für uns zu entscheiden", sagt Petri.
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