Handball: TuS verliert Spitzenspiel
VON STEFAN BLAMOV UND HENNING SCHLÜTER - zuletzt aktualisiert: 13.02.2010Handball-Regionalligist aus Wermelskirchen unterliegt gestern nach indiskutabler Leistung mit 23:29 bei Verfolger Eintracht in Hagen. Kurz vor Schluss sieht Thomas Küster die Rote Karte.
Hagen – TuS 23:29
TuS: Fuchs, Hamers – von Walsem (7/7), Heinrichs (4), Neuenhofen, Küster, Zulauf, Zeller, Bauerkamp (je 2), Hepp, Kratz (je 1), Niegetiet; Sommer (n. e.).
Handball-Regionalligist TuS Wermelskirchen startete mit einem schmerzhaften Nackenschlag ins Karnevalswochenende: Gestern unterlag die Mannschaft von Spielertrainer Lars Hepp beim Verfolger Eintracht Hagen völlig verdient mit 23:29 (9:15). Damit beträgt der Vorsprung der Bergischen auf den Tabellendritten aus Westfalen nur noch zwei Punkte. Zugleich haben die Wermelskirchener die Chance verpasst, Spitzenreiter Rheinhausen an diesem Wochenende zu überflügeln.
Die erste Halbzeit ließ Vermutungen aufkeimen, der Weiberkarneval tags zuvor habe allzu tiefe Spuren bei den Bergischen hinterlassen. Geradezu antriebslos, in jedem Fall aber seltsam unkonzentriert ging der Gast in die Partie gegen hochmotivierte Hagener vor 430 Zuschauern. Das mündete in einem deutlichen Pausenrückstand, und der hatte auch faktische Ursachen: Zwölfmal verwarf der TuS im Angriff, hinzu wurden ebenso viele technische Fehler addiert. Dafür bedankte sich die Eintracht, die über 6:2 (13.) und 10:5 trotz diverser TuS-Wechseleien bis auf 15:9 zur Pause davon zog.
Wer im TuS-Lager gedacht hatte, das Schlimmste sei nun ausgestanden, wurde bitter enttäuscht: Hagen startete mit einem Kempa-Tor in die zweite Hälfte, während der TuS immer noch im Tiefschlaf verharrte. Und was niemand für möglich gehalten hätte: die Fehlerquote stabilisierte sich auf erschreckendem Niveau. Weitere 14 (!) Fehlversuche kamen in den zweiten 30 Minuten hinzu, so dass die Niederlage zwischenzeitlich (25:16; 45.) debakulöse Ausmaße anzunehmen drohte.
Dass es dazu nicht kam ist zwei Umständen zu verdanken. Zum einen stellte die Eintracht danach für acht Minuten das Torewerfen ein, zum anderen erwies sich beim TuS zumindest Dirk von Walsem vom Siebenmeter-Strich als hundertprozentiger Vollstrecker.
Weil ein Unglück selten allein kommt, verlor der Gast drei Minuten vor dem Ende auch noch Thomas Küster nach einem Ellenbogencheck gegen Levent Cengiz durch eine Rote Karte. Die beiden Akteure hatten sich fortwährend körperlich und verbal beharkt, bis mit Küster die Gäule durchgingen.
"Das war eine völlig verdiente Niederlage", sagte TuS-Co-Trainer Lutz Petri hinterher, der vor allem monierte, die Mannschaft habe in den Zweikämpfen nicht entscheidend gegengehalten.
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