Handball: TuS vor dem Aufstieg
VON NIKLAS FRIELINGSDORF - zuletzt aktualisiert: 21.01.2008Der Spitzenreiter setzt sich in Kapellen souverän mit 35:29 durch und hat nun sechs Punkte Vorsprung vor Verfolger HG Remscheid, der in eigener Halle gegen den TV Jahn Hiesfeld patzte.
TVK – TuS 29:35
TuS Niederwermelskirchen: Fuchs; Faust (n.e.) – de la Fuente (7), Trufan (7/2), Schumacher, Niegetiet, Grugel, Dvoroznak (je 4), Reinacher (3), Jentzsch, Mangold (je 1), Funk; Masmeier, Schlösser (n.e.)
War das die Vorentscheidung im Aufstiegskampf zu Gunsten des Tabellenführers TuS Niederwermelskirchen? „Spitzenreiter, Spitzenreiter“ skandierte jedenfalls das Knäuel glückseliger Tenter, bestehend aus Spielern und Verantwortlichen, nach dem überzeugenden und absolut verdienten 35:29 (17:16)-Auswärtserfolg beim Tabellendritten aus Kapellen.
Doch obwohl der ärgste Verfolger Remscheid mit der überraschenden Heimpleite gegen Hiesfeld am Vortag den Weg zu einem perfekten Wochenende ebnete, seine Schützlinge das HGR-Geschenk dankend annahmen und nun schon sechs Punkte Vorsprung aufgetürmt haben, wiegelte TuS-Trainer René Witte voreilige Glückwünsche ab: „Natürlich ist das Wochenende für uns super gelaufen, aber ich kann meine Jungs nur vor Übermut warnen. Noch haben wir gar nichts erreicht.“ Dieser Ansicht schloss sich auch TuS-Manager Klaus Fischbach an, strahlte dennoch bis über beide Ohren – und das noch aus einem anderen Grund: „Das ist für mich persönlich der erste Sieg überhaupt gegen Kapellen.“
Debüt von Schumacher
Auslöser für die kollektive Tenter Glückseligkeit war das Auftreten der Mannschaft: angefangen vom einmal mehr sicheren Keeper Ilja Fuchs (18 Paraden), über den abwehrstarken Alexander Jentzsch, der den wurfgewaltigen Kapellener Christian Lange weitgehend abmeldete, bis hin zu Regisseur Maxim Trufan, der sein bislang bestes Spiel für die Tenter ablieferte. „Maxim hat heute genauso gespielt, wie wir es von ihm erwartet haben“, stießen Witte und der Sportliche Leiter, Michael Stock, ins gleiche Horn. Dazu passend feierte auch Neuzugang Lukas Schumacher ab der 17. Minute seinen Einstand – und überzeugte auf der Linksaußenposition mit sehenswerten Anspielen (!) und Abschlüssen. „An ihm werden wir noch viel Freude haben, da hat der Vorstand einen guten Griff getan“, grinste der Tenter Übungsleiter, während der noch verletzte TuS-Mittelmann Lars Hepp den neuen Mitspieler süffisant auf gleich drei Kästen Bier aufmerksam machte, die mit Abpfiff der Partie fällig wurden: „Erstes Spiel, erstes Tor, 30. Treffer – da freut sich die Mannschaft.“
Doch diese „Strafe“ nahm Schumacher gerne in Kauf: „Das hat einfach Spaß gemacht.“ Kein Wunder, präsentierte sich der TuS – vor den Augen der HGR-„Spione“ Ceven Klatt und Philipp Hattig – doch lediglich zwischen der 45. (30:22) und der 52. Minute (30:27) nicht ganz eines Aufsteigers würdig.
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