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Handball: TuS vor dem großen Wurf

VON MICHAEL IN'T ZANDT - zuletzt aktualisiert: 07.05.2010

Noch kein Herren-Team aus der Region ist in die 2. Handball-Bundesliga aufgestiegen. Dem TuS Wermelskirchen kann es morgen im letzten Saisonspiel gegen Schalksmühle gelingen – wenn Verfolger Rheinhausen mitspielt.

So könnte es morgen gegen 21 Uhr am Schwanen aussehen: Wermelskirchener Aufstiegs-Jubel, hier personifiziert durch Rückraum-Spieler Thomas Küster.  Foto: RPO
So könnte es morgen gegen 21 Uhr am Schwanen aussehen: Wermelskirchener Aufstiegs-Jubel, hier personifiziert durch Rückraum-Spieler Thomas Küster. Foto: RPO

60 Minuten trennen die Regionalliga-Handballer des TuS Wermelskirchen noch vom großen Wurf. Verteidigt das Team um Spielertrainer Lars Hepp die Tabellenführung, dann würde der TuS als letzter Westdeutscher Meister gefeiert und Wermelskirchen erstmals auf der Bundesliga-Landkarte erscheinen. "Vorher müssen wir allerdings unsere Hausaufgaben machen", beschwört Hepp vor dem morgigen Showdown. Während der TuS um 19.30 Uhr in der Schwanen-Halle gegen die SG Schalksmühle-Halver Heimrecht genießt, muss der punktgleiche Verfolger OSC Rheinhausen beim Tabellenletzten TSV Bayer Dormagen U23 ran.

"Die Stimmung bei uns ist bestens. Schöner kann es doch nicht sein, als in eigener Halle Meister werden zu können", sagt Hepp, der Rheinhausen mehr unter Druck sieht als seine Mannschaft. Schließlich hat der TuS die um neun Tore bessere Differenz gegenüber den "Olympischen", deren Trainer Achim Schürmann davon ausgeht, dass seine Mannschaft "mit mindestens 15 Toren Unterschied" in Dormagen gewinnen muss.

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Nur einen Tag

. . . nach dem Saisonfinale kommt es am Sonntag in Ratingen zum All-Star-Game der Regionalliga. Weit über 4000 Stimmen wurden im Internet abgegeben. Gewählt wurden vom TuS Kreisläufer Robert Heinrichs und Linksaußen Stefan Bauerkamp.

Zwar rechnet Hepp mit einer Aufholjagd des Konkurrenten, doch in erster Linie interessiert den Coach nur der Auftritt der eigenen Mannschaft. "Für uns geht es darum, zu gewinnen. Wir werden von Beginn an Knallgas geben und nicht in den Rückspiegel schauen", lautet die Marschroute des Trainers, der auf eine volle Halle und lautstarke Unterstützung der Fans hofft. "Es wird eine enge Nummer", glaubt Hepp, der davor warnt, Schalksmühle zu unterschätzen. "Wir werden uns nicht davon in die Irre führen lassen, dass sie die letzten fünf Spiele verloren haben", sagt der Coach, der davon ausgeht, dass die SG alles daran setzen wird, dem TuS die Meisterfeier zu vermasseln. Die Gastgeber können voraussichtlich auf den kompletten Kader zurückgreifen. Auch Tim Zulauf, der in Altenhagen ein Stück vom Zahn verlor, wird wohl mit von der Partie sein.

Auch für Günter Knickmann sind die Wermelskirchener im Kampf um die Meisterschaft favorisiert. Der Staffelleiter der Regionalliga wird nach Wermelskirchen kommen, da er davon ausgeht, dass er hier dem letzten Westdeutschen Meister gratulieren kann. "Aber im Handball ist alles möglich", sagt Knickmann, der für den Fall der Fälle gewappnet ist: "Falls sich etwas Anderes ergibt, fahre ich eben nach Rheinhausen oder Hagen."

Quelle: RP

 
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