Handball: Verfolgerduell
VON HENNING SCHLÜTER - zuletzt aktualisiert: 21.10.2006Damenhandball-Regionalligist HG Remscheid empfängt am Samtag, 21. Oktober, als Tabellendritter den Zweitliga-Absteiger und Vierten Teutonia Riemke. Wer der Spitze auf den Fersen bleiben will, muss einen Sieg landen.
Spitzenspiel? Den Begriff mag er nicht. Zwar liegen beide Mannschaften nur ein beziehungsweise zwei Punkte hinter Spitzenreiter Nettelstedt. Aber wenn die drittplatzierte HG Remscheid heute (17.15 Uhr) in Neuenkamp Zweitligaabsteiger Teutonia Riemke empfängt (4.), dann möchte HGR-Trainer Jörg Freund das Duell lieber in die Kategorie „Richtung weisendes Verfolgerduell“ einsortieren.
„Wer dem Spitzenduo Nettelstedt/Lintorf auf den Fersen bleiben will, der muss gewinnen“, erklärt Freund seine Einschätzung, der vor allem davon überzeugt ist, „dass Nettelstedt und Lintorf vorerst keine Federn lassen werden“. Will man also auf Tuchfühlung bleiben, müssen Punkte her.
Ein Unterfangen, das nicht leicht wird. „Riemke hatte ich nach dem Abstieg nicht so stark eingeschätzt“, sagt Freund, „aber inzwischen hat sich die Mannschaft gefunden, hat die Fehlerquote minimiert und viel Selbstbewusstsein getankt.“ Letzteres besonders im jüngsten Auswärtsspiel beim Neusser HV, das mit 24:23 gewonnen wurde. „Da haben die zwischenzeitlich schon hoch geführt. So was kommt nicht von ungefähr“, warnt Freund seine Schützlinge.
Von denen erwartet er sich eine Leistungssteigerung gegenüber dem Gastspiel in Verl. Das wurde zwar gewonnen, begeistert war Freund von der Vorstellung seiner Mannschaft aber nicht: „Wir haben besonders vor der Pause den Kampfgeist vermissen lassen. So kann man sich gerade in Westfalen nicht präsentieren.“
Deshalb fordert der Coach seine Spielerinnen auf, wieder zu den Tugenden zurückzukehren, die sie in den Partien gegen Lintorf oder Neuss trotz personeller Engpässe so überraschend stark gemacht haben. „Der Wille ist entscheidend“, glaubt Freund, der zudem vorgibt: „Mit dürfen nicht hektisch werden und müssen die zuletzt hohe Fehlerquote absenken. Dann haben wir gute Chancen auf den angestrebten Sieg.“
Kompletter Kader
Personell haben die Remscheider keine Sorgen. Zumindest keine offenkundigen. Zwar brach Nicole Offermann am Donnerstag das Training mit muskulären Problemen vorzeitig ab, doch Freund geht davon aus, dass sie heute ebenso dabei ist wie Caro Fisch (nach überstandener Grippe) und Daniela Hannemann, die nach ihrer Schleimbeutelverletzung laut dem Trainer „noch nicht hundertprozentig fit“ ist.
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