Vielfalt bei der "Pferdenacht"
VON HENNING SCHLÜTER - zuletzt aktualisiert: 08.05.2010Gestern Abend gab's auf der Anlage am Buscher Hof im Rahmen der Remscheider Reitertage wieder die beliebte "Pferdenacht". Rund 500 Zuschauer verfolgten das vielfältige Programm, das von Turneinlagen über eine Barock-Quadrille bis hin zum Mächtigkeitsspringen reichte.
Vom Glück gesegnet sind die Organisatoren der Remscheider Reitertage gewiss nicht. Schon in den vergangenen Jahren wurden sie immer wieder ein Opfer des bergischen Regens. Und auch in diesem Jahr musste die Anlage am Buscher Hof seit Turnierbeginn am Mittwoch mit viel Nass und empfindlicher Kälte zurecht kommt. Das hielt geschätzte 500 Pferdefreunde allerdings nicht davon ab, gestern zur "Remscheider Pferdenacht" zu kommen.
Die hatten die Veranstalter vom Vereinigten Reit- und Fahrverein Remscheid sowie von Gut Flehinghaus in Hattingen wieder mit Akribie vorbereitet und ein abwechslungsreiches Programm auf die Beine gestellt. Mit der hohen Schule der Dressur, mit rasantem Springreiten, mit dem alljährlichen "Jump and drive", bei dem es gilt, einen Parcours zunächst auf dem Pferd, dann in einem Geländewagen möglichst fehlerfrei zu absolvieren. Auch Fahrten in Zwei- und Vierspänner sowie das abschließende Mächtigkeitsspringen der Klasse S* gehörte zum Programm.
Heute und morgen
. . . gehen die Remscheider Reitertage am Buscher Hof jeweils ab neun Uhr weiter. Heute (20 Uhr) gibt es neben den sportlichen Wettbewerben auch noch eine Beachparty, am Sonntag steht als reiterlicher Höhepunkt die Springprüfung der Klasse S** mit Siegerrunde an.
Erster Höhepunkt war aber eine Barock-Quadrille, bei der Andalusiern und Friesen den Beweis antraten, dass unterschiedliche Temperamente sehr wohl miteinander harmonieren. Die Zuschauer mochten sich nur zu gerne vorstellen, wie die Atmosphäre bei einbrechender Dämmerung gewesen wäre, hätte der Mai bloß mildes Frühsommerwetter beschert. Davon hätten auch die jungen Turnerinnen des RV Gevelsberg profitiert, bei deren Show man angesichts der dünnen Bekleidung mitzitterte.
Das miese Wetter trieb den Organisatoren schon die ganze Woche Sorgenfalten auf die Stirn, denn Mittwoch und Donnerstag blieben einige der angekündigte Starter zu Hause. Und auch die Zuschauerzahl bei der Pferdenacht war zwar angesichts der Witterung stattlich, kam aber an die früherer Jahre eben bei weitem nicht heran.
Bleibt den Veranstaltern also nur zu wünschen, dass heute und morgen bei besseren Bedingungen noch einmal die Zuschauer zum Buscher Hof strömen. Für den sportlichen Rahmen ist jedenfalls gesorgt.
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