Rollhockey: Wasserschaden als Vorteil
VON JAN DOBRICK - zuletzt aktualisiert: 14.11.2009Rollhockey-Bundesligist VfB 06/08 Remscheid empfängt heute (15.30 Uhr) den HSV Krefeld. Trainer Marcell Wienberg hofft darauf, dass der Knoten bei seiner Mannschaft platzt.
Gemeinnützigkeit
Gute Nachricht für den VfB 06/08 Remscheid: Die Gemeinnützigkeit, die das Finanzamt dem Klub vor einigen Wochen aberkannt hatte, ist wieder zurück, nachdem die erforderlichen Unterlagen abgegeben wurden.
Bei Rollhockey-Bundesligist VfB 06/08 Remscheid ist momentan nur eins konstant: das Leistungstief. Einzig gegen den Tabellenletzten, den MTV Eintracht Celle, konnten sich die Remscheider in bisher fünf gespielten Partien durchsetzen. Beim heutigen Heimspiel gegen den HSV Krefeld (15.30 Uhr, Sporthalle Hackenberg) soll sich das ändern.
VfB-Trainer Marcell Wienberg fühlt sich bereits wie eine springende Schallplatte. "Ich wiederhole es Woche für Woche: Wir müssen uns deutlich steigern, um zu siegen", erklärt der Übungsleiter und geht voller Hoffnung auf Besserung ins Spiel gegen den Tabellenvorletzten. In jeder vorangegangenen Spielzeit wäre solch eine Tabellensituation des Gegners Grund genug, einen hohen Heimsieg zu erwarten. Jedoch nicht in diesem Jahr. Zum einen, weil die Remscheider mit Rang sieben direkter Tabellennachbar sind, zum anderen, weil die Tabellensituation noch nichts über die Verfassung der Krefelder aussagt.
Die Gäste haben aufgrund eines Wasserschadens in eigener Halle erst zwei Partien ausgetragen, jedoch mit einem Sieg genau so viele Erfolge auf dem Konto wie der VfB. Trotzdem ist Wienberg optimistisch: "Es ist ein Vorteil für uns, dass dem HSV die Spielpraxis fehlt."
Der VfB-Coach erwartet eine ähnliche Partie wie gegen Celle. "Der Gegner wird sich zurückziehen, und wir müssen spielerisch überzeugen", gibt Wienberg die Marschroute vor. Dass er immer noch nicht die richtige Stammformation gefunden hat, die diese Vorgabe hundertprozentig umsetzen kann, ärgert ihn: "Manche Spieler sind zwischenzeitlich ausgefallen, andere konnten nicht überzeugen."
Bei letzteren denkt Wienberg vor allem an Lukas Kuhn, Patrick Nikolajko oder Mario Martins, die bislang blass blieben. Mario Martins wird sich auch gegen den HSV nicht auszeichnen können. Während er aufgrund einer Weisheitszahn-Operation weiterhin pausieren muss, ist auch Robin Selbach (Grippe) außer Gefecht gesetzt. Wieder genesen ist hingegen der in Iserlohn fehlende VfB-Kapitän Markus Wilk. Auch er soll seinen Teil dazu beitragen, dass in der Tabelle am Ende mindestens Platz sechs herausspringt. Bei den Playoffs werden die Karten dann neu gemischt.
"Wir wollen das Halbfinale erreichen", sagt Wienberg, der auf ein Zitat des Sportlichen Leiters Marcus Franken verweist. Der sagt immer: "Am Ende knallt die Peitsche."
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