Wermelskirchen: 100.000 Euro einsparen
VON WERNER JANUSZEWSKI - zuletzt aktualisiert: 22.11.2007Wermelskirchen (RPO). Durch den Hausmeisterpool, den es seit Mai gibt, spart die Stadt Geld. Andererseits bekommen Schulen jetzt auch Hausmeister-Vertretungen, die früher nicht möglich gewesen wären.
Aus Sicht der Stadtverwaltung habe sich der Hausmeisterpool, der zum 1. Mai diesen Jahres wirksam wurde, bisher durchaus bewährt, zog Achim von Foller vom Amt für Gebäudewirtschaft im Schulausschuss eine vorläufige Halbjahresbilanz. Allerdings betonte er dabei, dass dies vorerst „eine subjektive Einschätzung“ sei.
Als Vorteile der neuen Organisations- und Einsatzstruktur nannte von Foller: Für jede Schule gebe es jetzt einen festen Vertretungshausmeister, so dass immer mindestens zwei Hausmeister wüssten, was etwa in einer bestimmten Schule erledigt werden müsse. Werde ein Vertreter benötigt, komme der aus dem Pool. Gerade auch für abends und die Wochenenden wichtig: Es gibt einen Notfallplan. In absehbarer Zeit sollen alle Hausmeister mit einem PC ausgerüstet sein, kündigte von Foller an. Finanziell werde sich der neue Hausmeisterpool kostensparend auswirken und zwar wohl in einer Größenordnung von 100 000 Euro fürs Jahr.
Hausmeisterpool
Als Beispiele für die positiven Effekte des Hausmeisterpools nannte Achim von Foller unter anderem: In Hünger musste wegen Krankheit längere Zeit Vertretung gemacht werden. In Tente sei der Hausmeister in Elternzeit, in Dhünn sei einer in den Ruhestand gegangen – und überall habe man aus dem Pool Vertreter hin beordern können. Vor dem Pool hätten die Schulen wohl zeitweise ohne Hausmeister auskommen müssen.
Mehrarbeit für Verwaltung
Als Nachteil des Pools zeige sich, dass die Abstimmungsarbeit in der Stadtverwaltung spürbar mehr geworden sei. Auch ließen sich manche „krummen“ Teilzeitarbeitsstellen nicht so leicht besetzen, wie Vollzeitstellen. Achim von Foller kündigte an, dass in einem halben Jahr ein umfassender Jahresbericht gegeben werde. Die Ausführungen der Stadtverwaltung blieben im Ausschuss nicht ohne Widerspruch. Elke Bergmeister (Gymnasium), Gebhard Lehr (Hauptschule) und auch Gerd Palmersheim (für die Grundschulen) beklagten, „dass der Teufel im Detail liegt“. Auf zusätzliche Belastungen für die Schulen sei nicht eingegangen worden, und – so Palmersheim – „von einem reibungslosen Ablauf kann gar keine Rede sein“, es gebe auch bei den Vertretungen viel Ärger.
Die Frage aus Reihen der Ausschussmitglieder, wie es denn eigentlich mit der Zufriedenheit der Hausmeister mit dem Pool aussehe, wurde (mit Zustimmung der Politiker) im öffentlichen Teil der Sitzung nicht beantwortet, weil es dazu Erklärungen bedurft hätte, die dem Datenschutz unterliegen. Deshalb wurde später nichtöffentlich darüber gesprochen. Die Kommunalpolitiker beklagten zudem, dass sie „ohne eine Vorlage keine vernünftige Grundlage für eine Diskussion“ hätten. Es wurde gar gefordert, die Verwaltung müsse bei den Schulen abfragen, wie es laufe.
Winter abwarten
Achim von Foller wies die Kritik besonders der Schulen zurück. Er betonte nochmals, dass es sich um einen Zwischenbericht gehandelt habe. Für einen detaillierten Bericht über die Erfahrungen mit dem Hausmeisterpool sei man nach einem halben Jahr doch noch lange nicht so weit. „Wir müssen beispielsweise erst sehen, wie es im Winter läuft.“
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