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Wermelskirchen: 15 Millionen Euro für die Rathaussanierung

zuletzt aktualisiert: 10.03.2010

Wermelskirchen (RPO). Nur noch "mit Kopfschütteln" zur Kenntnis nehmen konnte der Stadtrat am Montagabend den Bericht von Dr. André Benedict Prusa zur Rathausfassade. Dabei war der Technische Beigeordnete nur der Überbringer der schlechten Nachricht.

Bürgermeister Eric Weik hofft nun auf die Verabschiedung einer Resolution durch den Stadtrat gegen die Schließung der Polizeiwache. Foto: Eric Weik

Der oder die Verursacher seien vor seiner Zeit im Rathaus "zu suchen". "Warum hat die bisherige Administration denn die versteckten sieben Millionen Euro nicht entdeckt?", wunderte sich FDP-Fraktionsvorsitzender Jürgen Manderla. Denn Prusa hatte dargelegt, dass es nicht um drei, sondern um bis zu 15 Millionen Euro gehe. Denn die Fassade sei nur ein kleiner Teil des Problems. Man müsse an die Fenster und an die Kältebrücken heran.

In den zu erwartenden Sanierungskosten sei dann aber noch nicht das Problem der mittlerweile 28 Jahre alten Rathaus-Heizung einbezogen. Der Beigeordnete schlägt nun vor, einen Energiespar-Contracting-Wettbewerb auszuschreiben. So könne die Stadt einen Vertrag mit einem großen Anbieter abschließen, der dann gleich einen ganzen Gebäude-Pool mit Hallenbad, Schulen, eben städtischen Gebäuden, umfasse.

Auf diese Weise könne mit Hilfe des Energiespar-Contractings die Stadt einerseits durch den sinkenden Energieverbrauch in ihren Gebäuden finanziell partizipieren. Und andererseits könne man auf diese Weise die Rathausfassade als Energiesparmaßnahme darstellen und ausschreiben.

"Das haben wir doch vor Jahren schon beantragt!", wunderte und freute sich WNKUWG-Fraktionsvorsitzender Henning Rehse. Und Jürgen Manderla kommentierte die Heiterkeitsausbrüche in den Reihen um Rehse mit den Worten: "Die WNKUWG feiert schon."

Tatsächlich hatte Rehse im Mai 2006 zur Hauptausschussitzung den Antrag gestellt: "Contracting für Wärmeerzeugungsanlagen in öffentlichen Gebäuden der Stadt Wermelskirchen". Rehse hatte damals bereits geschrieben: "Viele andere Kommmunen haben die Vorteile des Energiecontractings bei städtischen Gebäuden als signifikantes Einsparpotential erkannt und eine deutliche Entlastung für den Haushalt bemerkt."

Bürgermeister Eric Weik monierte, dass jetzt außerdem ein halbes Jahr umsonst und ohne Ergebnis mit den Untersuchungen über die Energieeffizienz für die Rathausfassade ins Land gezogen sei. Und es gebe keinerlei Erkenntnisse aus dieser Untersuchung, pflichtete Dr. Prusa bei.

Quelle: RP

 
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