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Wermelskirchen: 2010 wird ein teures Jahr

VON UDO TEIFEL - zuletzt aktualisiert: 18.11.2009

Wermelskirchen (RPO). Die Preise für Gas und Strom steigen – ebenso städtische Gebühren. Und damit ist noch nicht das Ende abzusehen: Die BEW erwartet zum 1. April einen weiteren Gaspreis-Sprung, falls die Konjunktur anzieht.

Ab 1. Januar werden die Bürger in Wermelskirchen tiefer in die Tasche greifen müssen: Der neue Aufsichtsrat der BEW unter dem Vorsitz von Uwe Ufer, Bürgermeister in Hückeswagen, hat der Preiserhöhung für Strom und Gas zugestimmt. Aber auch die Gebühren für Straßenreinigung, im Bestattungswesen und der Abfallbeseitigung, werden ab Januar angehoben. Das sehen jedenfalls die Beschlussvorlagen für den Fachausschuss vor. Und ein Ende ist damit noch nicht in Sicht.

Um vier Prozent steigt der Strompreis ab Januar 2010. Die BEW gebe damit nur die staatlichen Zuschläge nach dem "Erneuerbare Energien-Gesetz" (EEG) weiter, so Geschäftsführer Wilhelm Heikamp. Das macht rund 0,77 Cent pro Kilowattstunde aus. Hintergrund ist, dass bislang die Energieversorger anteilig der in ihrer Region eingespeisten Quote von erneuerbarer Energie zahlen – in der BEW-Region lag die Vergütung bei 1,3 Cent. Ab Januar zahlen alle Energieversorger bundesweit einheitlich 2,047 Cent pro Kilowattstunde. Damit steigt der Strompreis von heute 17,29 Cent je Kilowattstunde auf 17,99 Cent.

Die BEW gibt auch die gestiegenen Bezugskosten beim Erdgas an die Verbraucher weiter – und zwar 0,4 Cent je Kilowattstunde. "Wir hätten eigentlich schon im Oktober um einen Cent erhöhen müssen, haben aber darauf verzichtet", so Heikamp. Eine Familie mit einem Verbrauch von 28 000 Kilowattstunden im Jahr muss mit rund 112 Euro Mehrkosten für diesen Verbrauch rechnen.

Und damit ist das Ende nicht abzusehen. Heikamp: "Im April wird es sicher die nächste Erhöhung geben." Die vergangenen Preissenkungen im Februar, April und Juli 2009 wären die Konsequenz aus der Wirtschaftskrise gewesen: "Kurzarbeit und Schließungen von Unternehmen haben zu Mengeneinbrüchen bei Strom und Gas im Industriebereich auch bei uns geführt." Springe die Konjunktur wieder an, wird die Nachfrage steigen – und damit auch der Preis.

Pech übrigens für die Kunden der BEW, die die Sonderverträge "Sicher warm 1" und "Sicher warm 2" abgeschlossen haben. Die Differenz zwischen den Sonderverträgen und dem Normaltarif nach den drei Preissenkungen in 2009 wird ab Januar 2010 zwar geringer, liegt aber je nach Verbrauch, Haus und Vertrag zwischen 0,45 und 1,35 Cent je Kilowattstunde. "Die Differenz wird weiter schrumpfen", so Heikamp.

Quelle: RP

 
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