Wermelskirchen: 8000 Hühner sterben bei Großbrand
VON JENNIFER TÖPPERWEIN - zuletzt aktualisiert: 07.01.2010 - 12:18Wermelskirchen (RPO). Die Feuerwehr wurde in der Nacht auf Donnerstag zu einem Großbrand gerufen. Eine Hühnerfarm in Unterwinkelhausen brannte. Etwa 8000 Hühner starben in den Flammen. Die Brandursache steht noch nicht fest.
Eine gigantische Rauchsäule stieg gegen 3.30 Uhr über dem Hühnerhof in den Nachthimmel. Für die Hühner kam jede Hilfe zu spät. Sie waren in ihren Metallboxen gestorben, die anschließend schmolzen.
Der Besitzer des Hofs wurde durch sein Alarmsystem aus dem Schlaf gerissen, sagte Peter Thiel, der Leiter der Feuerwehr, unserer Redaktion. Zusammen mit den mittlerweile eingetroffenen 50 Einsatzkräften holte er drei Kälber aus dem Feuer. Nicht nur der Rauch erschwerte die Rettung; ein Kalb weigerte sich, in Sicherheit gebracht zu werden. Es wollte zurück in den brennenden Stall rennen. Schließlich ließ sich das Tier dann doch überzeugen.
Die Kälber konnten nur deshalb gerettet werden, weil sie im unteren Geschoss des Holzgebäudes standen. Der Hühnerstall befand sich auf der oberen Ebene. Das Wohnhaus des Besitzers wurde nicht von den Flammen bedroht. Es steht relativ weit von dem etwa 40 Meter langen Stall entfernt.
Löschwasser verwandelt sich in Eisbahn
"Wir hatten den Brand gegen 6.30 Uhr unter Kontrolle", erklärt Thiel. Die Löscharbeiten seien schwierig gewesen. Bei den Minusgraden sei das Löschwasser im Nu auf dem frostigen Boden gefroren. Auf dieser Eisbahn rutschten die Feuerwehrleute immer wieder aus. Technische Geräte froren am Boden fest. Ein Streuwagen musste alarmiert werden.
Einige Glutnester gerieten immer wieder in Brand. "Deswegen dauerten die Nachlöscharbeiten auch noch bis Donnerstagmittag", sagt Thiel. Bei Tageslicht wird das Ausmaß des Brandes erst richtig deutlich: Das Dach des Stalls ist eingestürzt. Die Holzkonstruktion ist komplett ausgebrannt. Der Boden war durch das Feuer zunächst aufgeweicht, durch das Wasser und die Kälte ist er wieder gefroren. Das hat viel Schaden angerichtet. "Eine Vollsanierung ist notwendig", urteilt der Feuerwehrleiter.
Die Kosten dafür könnten in Millionenhöhe gehen. Besonders tragisch: Bereits vor einigen Jahren brannte das gleiche Objekt völlig aus und wurde für viel Geld wieder errichtet. Jetzt ist der neue Stall ausgebrannt.
"Wir können noch nicht sagen, was die Brandursache ist", meint Thiel. Im Laufe des Donnerstags nimmt die Polizei ihre Ermittlungen auf und untersucht das eingestürzte und ausgebrannte Gebäude.
Weitere Hintergründe zu dem Brand lesen Sie morgen in Ihrer Bergischen Morgenpost.
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