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Wermelskirchen: Abiturientenzahl „explodiert“

VON WERNER JANUSZEWSKI - zuletzt aktualisiert: 23.06.2007

Wermelskirchen (RPO). 168 Gymnasiasten können im kommenden Jahr das Abitur machen. Auch in den folgenden Jahren gehen die Zahlen nur langsam zurück. Jetzt muss ein ausreichend großen Raum für die Entlassfeiern gefunden werden.

Die Anzahl der Abiturienten – hier beim „Zug“ durch die Stadt – war in diesem Jahr mit 106 schon recht hoch. Im kommenden Jahr und auch den folgenden werden es noch viel mehr sein.  Foto: RPO
Die Anzahl der Abiturienten – hier beim „Zug“ durch die Stadt – war in diesem Jahr mit 106 schon recht hoch. Im kommenden Jahr und auch den folgenden werden es noch viel mehr sein. Foto: RPO

„Wohin nur mit all den Abiturienten?“ Diese Frage wird sich die Schulleitung des Gymnasiums schon frühzeitig nach den Sommerferien stellen müssen, wenn über die Planung der Entlassfeier im Frühsommer des Jahres 2008 beraten werden wird. 168 Schüler zählt nämlich die Jahrgangsstufe, deren Schüler Ende des Schuljahrs 2007/2008 das Abitur machen werden.

Aus allen Nähten geplatzt

„Unser Pädagogisches Zentrum ist ja schon vor wenigen Tagen bei der Entlassfeier aus allen Nähten geplatzt“, räumte die amtierende Schulleiterin Elke Bergmeister auf Nachfrage der BM ein. Dabei seien es diesmal „nur“ 106 Abiturienten gewesen. Doch schon alleine zusammen mit den Eltern sei eine so große Gesamtpersonenzahl zusammen gekommen, dass im PZ kein Platz mehr frei gewesen sei.

Info

Weitere Entwicklung

2006 wurden am Gymnasium 90 Abiturienten entlassen, in diesem Jahr waren es schon 106. Nach den Zahlen im Schulentwicklungsplan der Stadt wird es im Jahr 2008 insgesamt 168 Abiturienten geben. Danach sinken kontinuierlich: 2009 auf 140, im Jahr 2010 auf 130 und 2011 auf 109. 2012/2013 gibt’s dann eine Extremsituation, wenn die Jahrgangsstufe 12 mit 132 Schülern und die Jahrgangsstufe 13 mit 117 Schülern gleichzeitig Abitur machen und 249 Entlassen werden.

„Die enorme Anzahl von Schülern ist eine Folge der geburtenstarken Jahrgänge“, erklärte Bergmeister weiter. Der kontinuierliche Anstieg in den vergangen Jahren werde aber in 2008 einen vorläufigen Höhepunkt erreichen. Danach würden die Zahlen wieder sinken. „Wir werden bei den Schülerzahlen sozusagen auf die Anfänge zurückgehen. In den 70er Jahren hatten wir rund 800 Schüler. Zur Zeit haben wir circa 1600“, nennt die Schulleiterin Zahlen.

„Knüppeldick“, was die Anzahl der Entlassschüler angeht, kommt es im Schuljahr 2012/2013. Bergmeister: „Dann werden nämlich gleich zwei Jahrgänge auf einmal entlassen, und zwar die Jahrgangsstufen 12 und 13. Zusammen werden das etwa 250 Abiturienten sein.“ Wie und vor allen Dingen wo man die Entlassfeiern der nächsten Jahre würdevoll ablaufen lassen könnte, ist am Gymnasium noch unbeantwortet.

Doch Elke Bergmeister sagt schon jetzt, dass sie in einer Aufteilung bei der Zeugnisübergabe etwa nach dem Motto „zuerst von A bis K, und dann von L bis Z“ keine Lösung sehen würde. „Bei so einer Feier müssen die Schüler einfach alle zusammen da sein“, betont sie. Ausweichmöglichkeit für die Entlassfeier mit rund 160 Abiturienten könnte das Bürgerzentrum sein.

„Aber dort müssten wir als Schule ja Saalmiete bezahlen – und dass bei unserem knappen Budget“, meint Bergmeister. Gleichwohl sieht sie baldigen Handlungs- und Entscheidungsbedarf, weil die benötigten Räumlichkeiten außerhalb der eigenen Schule so früh wie möglich gebucht werden müssten, was dann auch für die kommenden Jahre gelten würde.

In eigener Kompetenz

Bei der Stadtverwaltung sind Raumprobleme bei Entlassfeiern zur Zeit kein Thema. „Sollte ein Hilferuf einer Schule kommen, werden wir uns dem sicherlich nicht verschließen. Aber von uns aus werden wir nicht tätig werden, weil die Schulen die Entlassungen in eigener Kompetenz organisieren“, betonte Beigeordneter Jürgen Graef.

Quelle: RP

 
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