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Wermelskirchen: Ampeln konterkarieren das Verkehrskonzept

zuletzt aktualisiert: 03.03.2010

Wermelskirchen (RPO). Die Stadtverwaltung hat, ohne Rücksprache mit dem Fachausschuss, 2009 die Planung für den Ausbau des Kreuzungsbereichs Eich/Brückenweg/Telegrafenstraße geändert. "Beschlossen worden war vom Fachausschuss, Leerrohre zu legen. Doch was haben wir bekommen? Zwei Ampeln. Das konterkariert die komplette Verkehrsführung", kritisierte Bernhard Schulte (SPD) heftig, im Ausschuss für Stadtentwicklung, Verkehr und Umweltfragen.

Foto: Foto: Andreas Bretz, Montage: RP

Die Stadtverwaltung führte damals Sicherheitsaspekte für Fußgänger als Argumentation an. Abgestimmt wurde dies mit Kreispolizei- und Straßenverkehrsbehörde und auch mit dem Behindertenbeirat, nicht aber mit dem Fachausschuss. Schulte: "Damit wurde das Ziel für die Telegrafenstraße verfehlt und die Planung konterkariert." Die Telegrafenstraße statt des ausgebauten Brückenwegs bleibe damit die Hauptverkehrsachse, was nicht gewollt gewesen sei.

Auch das Abbiegen vom Brückenweg in die Kölner Straße sei so nicht vorgesehen gewesen: "Deshalb wurde doch der Kreisel Jörgensgasse gebaut." Der werde jetzt doch eigentlich nicht benötigt: "Da wurde unnötig Geld rausgeworfen", so Schulte. Auch das Abbiegen von der Telegrafen- in die Kölner Straße sollte mit dem Umbau verhindert werden – "all' dies wurde nicht umgesetzt und durch die Ampeln noch verschlimmert."

Prüfauftrag

Während die Stadtverwaltung zuvor als älteren Prüfauftrag die mögliche Staubildung durch die Ampeln untersucht hatte und die "Staus als akzeptabel" (Beigeordneter Dr. Prusa) bezeichnete, forderte nun Schulte, dieses "ausgehebelte Konzept" prüfen zu lassen.

Zustimmung gab's bei den Grünen und der CDU. Dietmar Paulig sprach von Resignation, die bei ihm mittlerweile aufgekommen sei: "Was hier passiert, macht mich sprachlos und demotiviert." Hier sei eine Situation geschaffen worden, die Fußgänger herausfordere, bei Rot über die Straße zu gehen.

Volker Schmitz sagte, dass der Brückenweg eigentlich den Verkehr aufnehmen sollte, doch die Ampeln würden den Verkehrsfluss stoppen. Daher sei die Telegrafenstraße so belastet. "Solange dies nicht geblockt wird, ändert sich nichts", so der Christdemokrat. Die jetzige Verkehrssituation helfe auch dem Einzelhandel nicht. Deshalb unterstütze er den Prüfauftrag, der später einstimmig beschlossen wurde. Und Friedel Burghoff (Büfo) fragte, ob das Geld für den Kreisverkehr wirklich "weggeworfen" sei? Antwort soll der Prüfauftrag geben.

Quelle: RP

 
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