Wermelskirchen: Bäume stoppen Kieslaster
VON UDO TEIFEL - zuletzt aktualisiert: 16.10.2008Wermelskirchen (RPO). Nichts lief mehr am Mittwochmorgen ab 9 Uhr im Eschbachtal: Ein 18 Tonnen schwerer Kies-Sattelzug hatte sich auf der Landstraße 408 nach einem Fahrfehler quergestellt. Ein 80 Tonnen-Kran wurde geholt, um die Zugmaschine „sanft“ auf die Straße zurückzuholen. Wäre der Sattelzug von einem Lastwagen aus seiner misslichen Lage gezogen worden, wäre die Ölwanne gerissen – und alles wäre in den Eschbach gelaufen.
Der Kieslaster, gesteuert von einem 60-jährigen Rentner, der nach Auskunft der Polizei nur mal eingesprungen war, um dem Disponenten einen Gefallen zu tun, wollte zur Autobahn-Baustelle fahren. Er kam aus Richtung Unterburg. Sein Ziel war in Heintjesmühle die Zufahrt zur Baustelle. Doch soweit kam der Lkw gestern Morgen nicht.
Wie die Polizei mitteilte, geriet der Sattelzug auf die Seitenbankette. Unter normalen Umständen kein Problem. Der Fahrer lenkte gegen und wäre problemlos wieder auf die Straße gekommen. Doch just in diesem Moment kam ihm ein anderer Lastwagen entgegen. Der Sattelzug-Fahrer bremste – der 18 Tonner brach aus und stellte sich quer. Dabei durchbrach die Zugmaschine die Leitplanke. Hätten dort nicht die Bäume so dicht gestanden und so die Wucht des Fahrzeuges gestoppt, wäre der Sattelzug fünf bis sieben Meter die Böschung hinunter in den Eschbach gestürzt.
Die Bergung war für den 80-Tonner kein Problem: Das Führerhaus wurde kurz an den Haken genommen, ein weiteres Zugfahrzeug des Bergungsunternehmens zog den Auflieger in die richtige Richtung. Der Kies-Sattelzug konnte, so die Polizei, weiterfahren.
Vollsperrung
Durch die Entwurzelung der Bäume wurde die Fahrbahndecke beschädigt. Da dort weiterhin der Schwerverkehr zur A1-Baustelle fährt, muss die Straße repariert werden. Bis zur Einrichtung der Baustelle war die L 408 gesperrt.
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