Wermelskirchen: „Abilantis ist in Sicht“
VON JANINA LENZ - zuletzt aktualisiert: 16.06.2008Wermelskirchen (RPO). Die Durchschnittsnote im Abitur lag am Wermelskirchener Gymnasium bei 2,5 – das wurde bei einem festlichen Akt im Pädagogischen Zentrum gefeiert und abends bei einem Ball in Leverkusen.
„Dies sind unsere letzten Stunden im Schülerleben, bevor sich für uns alle die großen Tore zur noch größeren Welt öffnen“, erklärten Bastian Thomas und Severin Hämmerl am Samstagmittag im Pädagogischen Zentrum des Gymnasiums. Zur feierlichen Stunde der Zeugnisvergabe haben sich Abiturienten, Eltern und Freunde versammelt. „Wir haben die Reise zum Ort unserer Wünsche angetreten, und nun ist Abilantis in Sicht“, erklären die zwei Abiturienten.
13 Jahre Schulzeit vorüber
Mit der Einschulung am Gymnasium am 11. Juni 1999 habe alles begonnen. „Hätte man euch damals gesagt, dass ihr insgesamt rund 15 600 Stunden in der Schule verbringen werdet, so wäre die Schultüte schnell uninteressant gewesen“, scherzte die Beratungslehrerin Henrike Furken, die diese Jahrgangsstufe mit ihrem Kollegen Wolfgang Behrens durch die Oberstufe begleitet hat. Besonders letzterer fällt durch seine gewohnt (beliebte) sarkastische Wortwahl auf: „Oft lässt eure Selbstständigkeit zu wünschen übrig. Wir müssen versuchen, euch mit der Übergabe des Zeugnisses der Reife behutsam auszuwildern.“
Lob und Anerkennung
Besonders die Beratungslehrer Henrike Furken und Wolfgang Behrens ernteten die Anerkennung der Abiturienten. „Sie hatten es nicht immer einfach mit uns, aber wir auch nicht mit ihnen“, hieß es seitens der Schüler.
Es sei jedoch eine gute und erfolgreiche Zeit gewesen, was sich in den Noten erkennen lässt: Die Durchschnittsnote liegt bei 2,5.
Dass mit Erhalt dieses Zeugnisses nicht nur 13 Jahre Schulzeit vorüber sind, fassten Bastian Thomas und Severin Hämmerl mit klaren Worten zusammen: „Wir befinden uns in einer Schwebeposition, denn wir sind keine Schüler mehr, aber auch noch keine Studenten. Mit den vielen Möglichkeiten, die sich uns jetzt bieten, müssen wir in unserer Generation Verantwortung übernehmen.“ Dieses Streben nach neuen Zielen und nach einer gesicherten Zukunft unterstreichen auch Elternvertreter Christian Vogeler und die stellvertretende Schulleiterin Elke Bergmeister. „Ihr werdet alle euren Weg machen. Behaltet stets das Ziel im Auge, aber vergesst auch die schöne Zeit in der Schule nicht“, sagte Vogeler. Da bei den Eltern in einer solchen Situation oft gemischte Gefühle auftreten, verteilte er Taschentücher.
Anschließend gab Elke Bergmeister, bezogen auf das Abiturmotto „Abilantis, wir tauchen nie wieder auf“, das Kommando: „Schiff ahoi, taucht ab, sammelt Erfahrungen und kommt gerne vorbei, wenn ihr vertrautes Terrain sucht.“
Abends dann zählten Noten und vergossene Freudentränen nicht mehr. Viel wichtiger waren Abendkleider und die beste Frisur, denn der Abiball im Forum in Leverkusen stand an. Mit großem Witz und Charme glänzte noch einmal „The Awesome Quintet“ mit Erik von Juterzenka, Lukas Middelmann, Bastian Thomas und Levent Yilmaz, die neben dem „Lehrersong“ viele weitere Lieder zum Besten gaben. Nach dem Auftritt der Abi-Band „Fish ’n Chips“, die bereits einige Tänzer angelockt hatte, war dann die Tanzfläche eröffnet.
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