Wermelskirchen: „Dates“ und Freudschaften
VON JANINA LENZ - zuletzt aktualisiert: 13.10.2006Wermelskirchen (RPO). 18 Schüler des Gymnasiums verbringen jetzt drei Wochen in Kentucky. Florian Huljus ist einer von ihnen,
der beim ersten Schüleraustausch in den USA das Land der unbegrenzten Möglichkeiten genießt.Ein voller Erfolg
Seit dem 23. September und bis Samstag noch verlebt die Schülergruppe aus Wermelskirchen spannende Tage in Kentucky. Die Firma Tente-Rollen war Sponsor für die Reisekosten. „Der Austausch war ein riesiger Erfolg“, fasst Florian Huljus zusammen. So liegt es nahe, dass viele Austauschschüler geplant haben, ihre Hosts nach Deutschland einzuladen. Am Samstag ist allerdings erstmal die Heimreise angesagt.
„Die Begrüßung alleine war schon der Hammer und total lustig“,erzählt Florian Huljus über den Empfang in Kentucky. Jeder der 18 Gymnasiasten habe zuerst seinen Gastgeber (Host) gesucht. Der 17-jährige Schüler des Städtischen Gymnasiums ist untergebracht bei Familie Schierberg und seinem „Host“ Austin. Zwei weitere Brüder und zwei Schwestern hat Austin, die jedoch alle nicht mehr Zuhause wohnen. „Das Haus ist genau so wie man es sich vorstellt“, sagt Florian Huljus über das Etagenhaus mit Veranda.
Am Tag nach der Anreise gab es für die sechs Mädchen und zwölf Jungen aus Wermelskirchen sowie für die mitgereisten Lehrerinnen Elke Bergmeister und Melanie Lamberti erst einmal eine offizielle Begrüßung vom amerikanischen Schulleiter und Deutschlehrer Mr. Zeigler in einem Country Club beim Lunch. Elke Bergmeister, stellvertretende Schulleiterin am Gymnasium, bedankte sich beim Empfang auch bei der Firma Tente-Rollen für die Förderung des Schüleraustausches. „Das war so das Formelle“, schmunzelnd Florian Huljus.
Schulalltag ganz anders
Am folgenden Tag ging es auf die Ryle Highschool. „Der Schulalltag ist ganz anders als bei uns“, hat Florian sofort festgestellt. Sechs Stunden Unterricht täglich – jeden Tag die gleichen Fächer. „Besonders für uns war der Homecoming Ball. Alle waren festlich angezogen und feierten den Beginn des neuen Schuljahres. Das war sehr beeindruckend“, berichtet Florian Huljus. Schnell merkten die deutschen Schüler, dass Sport in den USA von enormer Bedeutung ist. „Wir haben uns direkt mal ein Baseball-Spiel der Cincinnati Reds angesehen. Die Stadien hier sind wirklich enorm groß“, staunt Florian Huljus.
Auch unternahmen die Jugendlichen viel auf eigene Faust, erkundeten die Malls, gingen Bowlen und nahmen Kurs auf die unzähligen Fast-Food-Ketten. „Gemeinsam mit der Gruppe besuchten wir den Kentucky Horse Park, das Freedom Center in Cincinnati und die Tochter-Firma von Tente-Rollen“, erzählt Florian Huljus.
Er selbst hatte die Gelegenheit, mit zwei weiteren Wermelskirchenern drei Tage in St. Louis zu verbringen: „Dort waren wir in einem Maisfeld-Labyrint. Das war das Beste überhaupt“, lacht er.
Viele Besonderheiten erlebten die Schüler während ihres Aufenthalts. „Wenn ein Junge hier ein Date mit einem Mädchen haben will, dann ist das eine Sache von Sekunden. Vermutlich liegt das daran, dass Fremde hier so etwas sind wie Aliens“, lacht Florian Huljus. Enge Freundschaften haben sich während des dreiwöchigen Aufenthalts gebildet und die Reaktionen auf Deutschland seien großartig gewesen. Viele Amerikaner wollen nun Deutsch in der Schule lernen. „Ich persönlich werde einige Hosts echt vermissen“, weiß Florian bereits.
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