Wermelskirchen: „Es gibt keine Kampagne“
VON GUNDHILD TILLMANNS - zuletzt aktualisiert: 15.08.2008Wermelskirchen (RPO). Die Initiative pro Prof. Jürgen Buchholz wird bestimmt viele Unterstützer finden. Ganz unbestritten ist er ein guter Arzt und hat vielen Patienten geholfen. Zwar hat andererseits auch die Initiative gegen den Professor Zulauf von unzufriedenen Patienten. Aber dies steht auf einem anderen Blatt: So lange es strafrechtlich kein rechtskräftiges Urteil gegen Prof. Buchholz gibt, gilt in dubio pro reo , im Zweifel für den Angeklagten, genauso für ihn wie für Jedermann. „Also gibt es auch keine Kampagne“, wie der Geschäftsführer des Krankenhauses, Christian Madsen, selbst trefflich feststellt. Auch der Ruf des Krankenhauses ist nicht das Thema, es geht nur um das Problem eines Chefarztes, was dessen Umgang mit den Oberärzten anbelangt.
Eine differenzierte Betrachtung ist natürlich wesentlich schwieriger, als alles in einen Topf zu werfen. Letzteres kommt aber denjenigen zu Pass, die allzu gerne eine Kampagne wittern würden. Denn wenn ein anderer als Prof. Buchholz Ärztlicher Leiter des Krankenhauses werden sollte, dann wäre es doch viel einfacher von einer Kampagne zu reden, als Ursachenforschung zu betreiben.
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