Wermelskirchen: „Hasi“ und „Didi“ wollen auf die Kirmes
VON GUNDHILD TILLMANNS - zuletzt aktualisiert: 30.08.2008Wermelskirchen (RPO). Nicht viele Dinge aus ihrer alten Heimat Wermelskirchen vermissen die Auswanderer Anke und Dirk Leithäuser. Eines aber doch: Die große Kirmes. „Wir haben schon überlegt, zur Matinée mal eben mit dem Motorrad vom Gardasee zur Kirmesmatinée herein zu schneien. Denn die Kirmes fehlt uns sehr“, gibt „Hasi“ zu. Es sei immer besonders schön gewesen, oben aus den Fenstern ihrer Wohnung in den Bürgerhäusern mit einem Bierchen in der Hand das Matinée-Treiben „aus der ersten Reihe“ zu verfolgen. „Vor allem war es immer spannend zu sehen, wie sich die Leute im Laufe des Tages so veränderten“, schmunzelt „Hasi“. Auch habe sie mit „Didi“ durchaus ernsthaft überlegt, spätestens im nächsten Jahr auch mit ihrem Imbiss-Wagen auf die Wermelskirchener Kirmes zu kommen.
Roter Wagen vor schwarzem Haus
Ein erstes Gespräch im Rathaus habe es dazu schon gegeben, konkreter werde es im nächsten Jahr, kündigt Anke Leithäuser an. Einen Standplatz hätten sie dafür sogar schon im Visier: „Vor unserem früheren Zuhause, den Bürgerhäusern, da ist zur Kirmes neben dem Dampfnudel-Wagen doch immer noch jede Menge Platz“, hat „Hasi“ schon das schwarz-rote Ensemble der ehrwürdigen Schieferhäuser mit ihrem knallroten Curry-“Tempel“ vor Augen. Bis dahin grillt aber noch der Rost auf vollen Touren am Gardasee und immer mehr auch auf den italienischen Märkten. An zwei bis drei Tagen in der Woche sind „Hasi“ und „Didi“ inzwischen auch unter den Einheimischen auf den kunterbunten, typisch italienischen Märkten vertreten. Denn da die Hauptsaison Ende September am See zu Ende ist, werden die im Herbst und Winter auf die Märkte in den kleinen Städten angewiesen sein.
Und das Problem der allzu lästigen Kontrolleure vom italienischen Ordnungsamt hat sich für die Leithäusers mittlerweile auch in Luft aufgelöst. „Walter ist friedlich“, sagt „Hasi“ . Nachdem sich die Leithäusers mit Kontrolleur Walter, der dem Schauspieler Walter Giller ähnelt, angefreundet haben, liießen auch auf wundersamerweise die „Verfolgungen“ durch die Obrigkeit nach. Vielleicht mag Walter aber auch einfach „Hasis“ Curry-Würste mit Spezialsoße, denn die wissen mittlerweile auch noch viele weitere Italiener zu schätzen. Ein erstes gemeinsames Abend-Event in Marcos Campingplatz-Restaurant mit deutsch-italienischer Küche kam enorm gut an. Deshalb wollen „Hasi“ und „Didi“ solche Abende nun in der kühleren Jahreszeit zur festen Einrichtung auch auf weiteren Campingplätzen machen.
Bisherige Berichte unter www.rp-online.de/wermelskirchen,
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum



