Wermelskirchen: „Ich will ein Kind von Dir“
zuletzt aktualisiert: 12.10.2007Wermelskirchen (RPO). Interview Comedian Guido Cantz tritt in Wermelskirchen auf
Seinen ersten Bühnenauftritt hatte Guido Cantz mit einer Theater-AG in einer Schulaula. Danach fasste er den Entschluss „Ich werde Comedian“. Als „Mann für alle Fälle“ machte er sich im Kölner Karneval einen Namen, eroberte das Fernsehpublikum. Jetzt kommt er mit seinem zweiten Kabarettprogramm „Ich will ein Kind von Dir“ auch nach Wermelskirchen. BM-Redakteur Werner Januszewski sprach mit ihm.
„Ich will ein Kind von Dir“ – wie kommt man auf so einen Titel?
Cantz Das hat sich eigentlich verselbständigt. Bei Karnevalsauftritten riefen manchmal Frauen aus Blödsinn „Ich will ein Kind von Dir“. Ich hab’ das aufgegriffen und so wurde die Idee zu dem gleichnamigen Kabarettprogramm geboren.
Wie lange haben Sie daran gearbeitet?
Cantz Das wird etwa ein halbe Jahr gewesen sein. Zusammen mit Paulus Vennebusch, mit dem ich schon sehr lange zusammenarbeite, wurde das Programm entwickelt.
Wo halten Sie sich Anregungen?
Cantz Mein Bruder ist vor drei Jahren Papa und ich bin Patenonkel geworden. Dadurch ist man näher dran am Thema „Kinder“. Bei allem Ernst kann ich’s dennoch lustig beleuchten, weil ich das Thema so zu sagen „von außen betrachten kann“.
Wermelskirchen ist eine relativ kleine Stadt. Nutzen sie Auftritte vor kleinerem Publikum auch als Test?
Cantz Nicht unbedingt. Natürlich hatte ich einen Probeauftritt, der war kürzlich in Bornheim. Da wurde getestet, ob der Programmablauf wie vorgesehen funktionierte. Und es gab hinterher auch einige Umstellungen. Selbst beim dritten Auftritt der aktuellen Tournee in Ochtendung wurde was für den Feinschliff getan. Insofern lernt man bei jedem Bühnenauftritt dazu.
Ist das letztlich eine Erfolgsgarantie für Auftritte vor großem Publikum, etwa in Großstädten?
Cantz Das Publikum ist nicht so unterschiedlich, wie man vielleicht vermuten könnte. Ob in Berlin oder in Wermelskirchen – wenn ein Gag lustig ist, funktioniert er eigentlich überall gleich gut. Und ich bemühe mich natürlich auch, Gags mit lokalem Bezug einzubauen. Die entstehen spontan, wenn ich bei der Fahrt zu einem Auftritt die jeweilige Stadtgrenze überfahre und Beobachtungen mache. Auch spreche ich vor den Auftritten mit Veranstaltern oder auch den Hausmeistern der Hallen.
Drei Auftritte mit ihrem aktuellen Programm „Ich will ein Kind von Dir“ haben sie schon hinter sich. Wie sehen sie die Publikumsreaktionen?
Cantz Ich war sehr überrascht, wie toll es rübergekommen ist.
Sie sind noch kinderlos. Hat sich die intensive Beschäftigung mit dem Thema „Kinder“ auf ihre persönliche Einstellung zum Vaterwerden ausgewirkt?
Cantz Nein. Ich möchte gerne auch selber Kinder haben – spätestens bis zu meinem 40. Lebensjahr.
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