Wermelskirchen: „Nicht motzen – mit anpacken“
VON WERNER JANUSZEWSKI - zuletzt aktualisiert: 16.05.2007Wermelskirchen (RPO). Aus „Wir in Wermelskirchen“ und Stadtmarketing soll ein neuer Verein werden, der sich für die wirtschaftliche Zukunftsfähigkeit der Stadt stark macht. Am 1. Juli soll er seine Arbeit aufnehmen.
Der neue Verein
„Verein Wermelskirchener Marketing – Wir in Wermelskirchen“ soll der künftige Zusammenschluss heißen, der die Stadt Wermelskirchen in allen Bereichen voran bringen will.
Die Gründungsversammlung wird am 14. Juni sein.
Aufnahme des Geschäftsbetriebes wird am 1. Juli sein.
Die Büroräume sind dann im Gebäude der Sparkasse.
„Ein Fan ist ein Mensch, der emotional an etwas gebunden ist, aber nicht erklären kann warum. Wir müssen die Bürger zu Fans ihrer Stadt Wermelskirchen machen“, griff Manfred Maus die Anregung eines der Teilnehmer der gestrigen abendlichen Zusammenkunft im Film-Eck auf. Der Ehrenbürger und Gründer der Firma Obi weiß, wovon er redet. Seine Kreation des Obi-Firmenlogos, des Bibers, hatte schließlich aber dieses Ziel: „Fans“ zu gewinnen.
Selbstständige aus Wermelskirchen, vornehmlich bisherige Mitglieder der Gewerbegemeinschaft „Wir in Wermelskirchen“ (WiW) hörten sich im Film-Eck an, wie es mit der WiW weitergehen soll, bzw. wie deren Überführung in einen neuen Verein ablaufen soll, dem auch Stadtmarketing, Handwerk, Industrie und selbst Privatleute angehören können.
Nur gemeinsam sind wir stark
Professor Heinrich Niehaves als ehemaliger Bürgermeister dieser Stadt und der erfolgreiche Unternehmer Manfred Maus sitzen an federführender Stelle, bringen ihre Beziehungen, ihre Kenntnisse ehrenamtlich ein. Maus appellierte an die Anwesenden: „Nur gemeinsam sind wir stark. Eine Stadt steht im Wettbewerb mit anderen. Und dieser Herausforderung müssen sich alle bewusst sein, müssen sie annehmen und sich ihr stellen.“
Als Beispiele für Herausforderungen, für Konkurrenz nannte er entstehenden Einkaufszentren in Bergisch Gladbach und Leverkusen, nannte als bestehende Konkurrenz das Alleecenter in Remscheid. „Das schlimmste, was einer Stadt, was ihrem Handel passieren kann, sind Leerstände von Geschäftsräumen“, betonte Manfred Maus.
Er, aber auch Heinrich Niehaves und Johannes Schnütgen vom Einzelhandel forderten mehrfach dazu auf, im neu zu gründenden Verein nicht nur Mitglied zu werden und Beitrag zu zahlen, sondern sich aktiv einzubringen mit Ideen und der Mitarbeit an der Verwirklichung. Manfred Maus formulierte es sehr deutlich: „Nicht motzen – mit anpacken!“
Angepackt haben Maus und Niehaves ehrenamtlich bereits. So gibt es für 2007 schon ein Programm. Und für 2008 wird man eines entwickeln je nach Lage der Finanzen. Die werden zum einen vom Beitrag der Stadt, aber dann auch von der Anzahl und der Branche der Mitglieder abhängig sein. Zu letzterem erhoffen sich Maus und Niehaves einen Anstieg der Mitgliederanzahl von den derzeit 120 WiW-Zugehörigen auf rund 150 bis zum Jahresende, wenn Handwerk und Industrie dazu stoßen.
Wermelskirchen müsse wieder die Einkaufsstadt für die Region werden. Es müsse eine zukunftsorientierte Wirtschaftsstruktur entwickelt werden und es sei ein Bezugs- und Leitbild notwendig. Dabei müsse man sich aber auch darüber klar sein, dass man das alles „nicht aus der Hüfte lösen kann, man aber gewillt sein muss, am 1. Juli mit dem Verein zusammen anzufangen.“
Der erfahrende Wirtschaftsfachmann Manfred Maus appellierte schließlich nochmals eindringlich: „Wir werden daran gemessen werden, was wir erreichen, und nicht daran, was wir verhindern.“
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