Wermelskirchen: Berufskolleg wächst weiter
VON GUNDHILD TILLMANNS - zuletzt aktualisiert: 06.12.2007Wermelskirchen (RPO). Nur positive Nachrichten für die Verbandsversammlung: Das Berufskolleg Bergisch Land ist schuldenfrei. Und die Schülerzahlen steigen weiter. Es gibt jetzt sogar zwei Landesklassen für Bestatter.
Das Berufskolleg Bergisch Land bleibt Vorzeigeschule für die Region: Es schließt nicht nur frei von Schulden das Jahr ab. Das Berufskolleg kann auch eine weitere Steigerung seiner Schülerzahlen auf mittlerweile 1161 Jungen und Mädchen für das Schuljahr 2007/08 bekannt geben. Diese positiven Nachrichten nahm die Verbandsversammlung jetzt mit Lob und Dank auch an den kommissarischen Schulleiter Hermann Kuhlmann auf.
Der Schülerzuwachs hat sich vor allem auch in dem noch relativ neuen Unterrichts- und Ausbildungsangebot des Berufskollegs für Bestatter bemerkbar gemacht. Gestartet wurde in diesem Bereich im Schuljahr 2004/05 mit 22 Schülern, inzwischen sind es 92, so dass das Berufskolleg erstmals zwei Bestatterklassen anbieten kann. Verbandsversammlungsmitglied Antje Hofrichter wusste zu berichten, dass viele junge Menschen den bislang noch mit einem Tabu belasteten Beruf des Bestatters wählen, weil sie von der guten Ausbildung am Berufskolleg Bergisch Land erfahren haben.
Als Leiter beworben
Hermann Kuhlmann, der derzeitige kommissarische Leiter des Berufskollegs Bergisch Land, ist bislang der einzige Bewerber auf die vakante Schulleiterstelle. Dies teilte er nach einem Telefonat mit der Bezirksregierung jetzt der Zweckverbandsversammlung mit. Am 13. Dezember laufe die Bewerbungsfrist ab. Allerdings müssten bis zu zwei weitere Ausschreibungen erfolgen, damit eine tatsächliche Wahlmöglichkeit gegeben sei. Und wenn sich eine Frau mit gleicher Qualifikation bewerbe, dann würde die bevorzugt, weiß Kuhlmann. Die Schulkonferenz, in der auch Bürgermeister Eric Weik als Verbandsvorsteher stimmberechtigt ist, wird über die Vergabe der Schulleiterstelle am Berufskolleg entscheiden.
Alle Klassen ans Netz
Zuwachs gibt es aber auch im Hauswirtschaftsbereich mit einer Steigerung von 51 auf 78 Schüler, im Fachbereich Kinderpflege von 51 auf 82 Schüler, in der Handelsschule für Wirtschaft von 46 auf 64, im Bereich Technik von 45 auf 66. Relativ konstant sind die Bereiche Höhere Berufsfachschule mit derzeit 266 Schülern sowie der Berufsschulbereich insgesamt.
Trotz der steigenden Schülerzahlen haben die drei Sekretariatskräfte des Berufskollegs aber keine Mehrstunden einlegen müssen. Hermann Kuhlmann informierte die Verbandsversammlung aber über Pläne, das Schulsekretariat durch eine online-Vernetzung sämtlicher Klassenräume, des Lehrerzimmers und des Schuleingangsbereiches künftig zu entlasten.
Als Anschubfinanzierung seien dafür 6000 Euro im Haushalt eingeplant, die Gesamtvernetzung aller Klassenräume müsse dann mittelfristig auf einen Schub finanziert werden. So könnten beispielsweise die Vertretungspläne online bearbeitet und übermittelt werden, was den Sekretärinnen Wege und Arbeit erspare.
Als wohl größter Ausgabenposten wird für das Berufskolleg die notwendige Heizungssanierung im kommenden Jahr mit 220 000 Euro zu Buche schlagen, wie Schulamtsleiterin Birgit Ludwig-Schieffers ausführte.
100 000 Euro aus der Rücklage
Etwa 100 000 Euro könnten dafür aus der Rücklage entnommen werden, so Ludwig-Schieffers. Der Restposten für den neuen Heizkessel müsse aus der Verbandsumlage finanziert werden.
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